Diese berühmten Schauspieler haben schon Jesus gespielt

Zahlreiche Schauspieler verkörperten schon Gottes Sohn in sehr unterschiedlichen Darstellungen – episch, ernsthaft oder auch mit viel Witz.
Ein Mann mit Dornenkrone und blutverschmiertem Gesicht hängt mit ausgebreiteten Armen an einem Holzbalken.

"Ich habe Jesus nicht verkörpert, ich war Jesus, ich war ein spezieller Jesus in diesem speziellen Film", sagte der Schauspieler Willem Dafoe 1988 in einem Interview mit der Hollywood Foreign Press über seine Rolle in "Die letzte Versuchung Christi" (1988).

Zahlreiche Schauspieler schlüpften bereits in die Rolle des Messias und jeder legte den Part auf seine ganz persönliche Art und Weise an.

So verriet eben Dafoe, dass er sich extra nicht eingelesen hätte. "Ich wollte mich nicht von Erwartungen oder Bildern beeinflussen lassen."

Ewan McGregor spielte Jesus in "40 Tage in der Wüste“ (2015) und wollte die Rolle nicht übermächtig werden lassen, wie er der Plattform "Daily Actor" sagte: "Ich habe versucht, ihn wie jede andere Rolle zu spielen. Wer glaube ich, dass er war? Wer will ich, dass er in dieser Geschichte ist? Natürlich ist auch ein großer Druck da, wenn man jemanden spielt, der so bekannt ist, aber ich will darüber nicht zu viel nachdenken."

Mut zur Veränderung

Nicht ganz bibeltreu wollte Joaquin Phoenix in "Maria Magdalena“ (2018) bleiben. Denn es gibt eine Passage, wo Jesus in den Schlamm spuckt und diesen dann einem blinden Mann über die Augen reibt, um ihn zu heilen. "Ich werde keinen Schlamm in irgendwelche Augen reiben. Wer würde das machen. Das macht für mich keinen Sinn", so Phoenix gegenüber Fox News. Man entschied sich dann dazu, dass er lediglich mit seinen (sauberen) Daumen über die Augen strich.

Auch in österreichischen und deutschen Produktionen beschäftigte man sich mit Jesus, aber in etwas alltäglicherer Art und Weise. So wird etwa in der Komödie "3faltig" (2010) von Harald Sicheritz Matthias Schweighöfer als "Christl" von Gott auf die Erde geschickt, um für ein bisschen Ordnung zu sorgen und die Menschen auf die bevorstehende Apokalypse vorzubereiten. Christian Tramitz wurde da übrigens zum Heiligen Geist.

Auch Florian David Fitz nahm in "Jesus liebt mich" (2012) die heilige Rolle an. Hier geht’s ebenfalls um das Ende der Welt, weshalb Gott seinen Sohn Jeshua wieder einmal zur Erde schickt. Im Interview mit Cosmopolitan zeigte sich Florian David Fitz übrigens beeindruckt von Jesus: "Seine Friedensmission, und dass er Religion zum ersten Mal über Vergebung und nicht über Schuld definiert hat".

Mit Augenzwinkern

Nicht um Jesus, sondern um Brian geht es im Monty Python-Film "Das Leben des Brian" (1979). Da Brian aber zur gleichen Zeit wie Jesus geboren wurde, trägt es sich zu, dass die beiden verwechselt werden und das Volk Brian für den Messias hält.

Die Hauptrolle übernahm dabei Graham Chapman (gest. 1989), der auch in zahlreichen weiteren Produktionen der Komikertruppe zu sehen ist. In einer US-Talkshow erklärte Monty Python-Mitglied John Cleese auch, warum man sich dagegen entschied, das Leben von Jesus zu verfilmen. "In dem Moment, wo wir uns mit der Handlung der Person Jesus näherten, verlor es jeglichen Witz."

Einer der erfolgreichsten Jesus-Filme bekommt 2027 übrigens eine Fortsetzung: „Die Passion Christi“ (2004). Denn Mel Gibson arbeitet sogar an zwei Teilen, die den Titel „Die Auferstehung Christi“ tragen sollen und sich mit den Ereignissen nach der Kreuzigung befassen, wie der Hollywood Reporter berichtet.

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