David Beckham: Meine Kinder fragten, ob sie wegen meiner Ritterwürde Sonderrechte kriegen
David Beckham mit Victoria Beckham
Sir David Beckham ging auf ein Knie, senkte den Kopf - und erhielt im prunkvollen Saal des Windsor Castle den Ritterschlag von König Charles. Beim folgenden Händedruck lächelten sich die beiden Männer an. Nach jahrelangem Warten genoss der frühere englische Fußball-Nationalspieler die Zeremonie als "Knight Bachelor", als Ritter ohne Ordenszugehörigkeit, im November sichtlich.
Sein Nachwuchs erhoffte sich Vorteile vom neuen Sir-Status, erzählte Beckham in einem Interview des Radiosenders talkSPORT. Aber: "Das Einzige, was sich geändert hat, war das Briefpapier, das ich für meine Dankesbriefe an andere nutze. Das ist wirklich das Einzige, was sich geändert hat", scherzte Beckham. "Meine Kinder haben mich gefragt: 'Bekommen wir irgendwelche Sonderrechte? Irgendwelche?'" Er habe entgegnet: "Nun, abgesehen von denen, die ihr bereits hattet, auf keinen Fall." Die Zeremonie sei "unglaublich" gewesen. "Es war wahrscheinlich der schönste Tag meines Lebens, abgesehen natürlich von der Geburt meiner Kinder und meiner Hochzeit. Es war etwas ganz Besonderes." Schauen Sie sich hier das Gespräch an:
Beckhams ältester Sohn, Brooklyn Peltz Beckham, hatte sich im Jänner in den sozialen Medien von seinen Eltern losgesagt.
Die Ehrung zum Ritter war im Juni bekanntgegeben worden. Der langjährige Kapitän der Three Lions wird seitdem Sir David Beckham genannt, im November folgte die Zeremonie mit dem König. Er habe sich nie vorstellen können, eine solch ehrenvolle Auszeichnung zu bekommen, hatte er der Nachrichtenagentur PA damals gesagt. "Ich bin unheimlich stolz, und es ist ein sehr emotionaler Moment für mich, den ich mit meiner Familie teilen kann."
Großer Verehrer des Königshauses
David Beckham war 2014 schon einmal nah dran an der Ritterwürde, wurde dann aber doch nicht berücksichtigt. Es folgten etliche Schlagzeilen insbesondere in den Boulevardmedien über die angeblichen Hintergründe. Beckham soll sich über die ausgebliebene Ehrung bitterlich beschwert haben.
Der 50-Jährige, der unter anderem Model, Unternehmer und Fußballclub-Besitzer ist, gilt als großer Verehrer des Königshauses. Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. 2022 stand der Ex-Fußballer stundenlang in der Schlange, um der in der Westminster Hall aufgebahrten Monarchin die letzte Ehre zu erweisen.
Die Ritterwürde ist im Ausland wohl die bekannteste britische Auszeichnung - es gibt aber mehrere Abstufungen. Der "Knight Bachelor" gehört im Gegensatz beispielsweise zum "Knight Commander" keinem Orden an. Unterhalb des Ritterschlags gibt es zahlreiche weitere Auszeichnungen.
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