Christian Bales extremste Transformationen - und Rolle, die ihn fast wahnsinnig machte

Christian Bale ist bekannt dafür, für Rollen an seine Grenzen zu gehen. Auch sein jüngstes Filmprojekt wurde zur Belastungsprobe.
Christian Bale bei der Europapremiere von „Amsterdam“ in London.

Der britische Schauspieler Christian Bale ("The Dark Knight") nimmt grundsätzlich keine Rollenangebote an, bevor er das Drehbuch gelesen hat. Er ist bekannt dafür, seine Grenzen auszuloten, wenn es um die Verkörperung seiner Film-Charaktere geht. Obwohl er betont, kein Method Actor zu sein, schreckt Bale vor Extremen nicht zurück.

Christian Bales extreme Transformationen

Für den Psychothriller "The Machinist" (2004), in dem Bale einen schlaflosen Fabrikarbeiternahm spielte, nahm er fast bis zur Unkenntlichkeit ab. Ganze 30 Kilo soll Bale, der in dem Film einen an Schlaflosigkeit leidenden Maschinenarbeiter spielt, damals verloren haben.

Insgesamt reduzierte Bale sein Gewicht von 82,5 kg auf nur noch 55 kg - mittels Extrem-Diät. Bale kam mit lediglich 200 Kalorien täglich aus und trieb nebenher weiterhin Sport. Er aß nur eine Dose Thunfisch und einen Apfel am Tag und trank täglich einen schwarzen Kaffee. Um seinen Appetit zu zügeln, rauchte er obendrein Zigaretten. 

"Damals hatte ich eine wirklich widerliche Angewohnheit: Ich rauchte. Ich drehte meine Zigaretten selbst und saß dann da und rauchte genüsslich", erzählte er dem GQ-Magazin.

Für die Rolle des übergewichtigen Trickbetrügers Irving Rosenfeld in "American Hustle" (2013) hingegen musste er zunehmen, weswegen sich Bale während der Vorbereitungsphase auf den Film hauptsächlich von Pizza, Chips und Co. ernährte. 

Als 46. US-Vizepräsident Dick Cheney im Film "Vice" aus dem Jahr 2018 hat der Charakterdarsteller seinen Nacken durch eine Kombination aus gezielten Übungen, einer deutlichen Gewichtszunahme und speziellen Prothesen verdickt. Bale verlangte ein spezielles Gerät für Nackenübungen, das etwa 3.000 Dollar kostete, um seine Nackenmuskulatur aufzubauen und so Cheneys stämmiger Statur zu entsprechen. Außerdem habe er "viel Kuchen gegessen", erzählte Bale.

"Werde sterben, wenn ich weitermache wie bisher"

In den letzten Jahren hat der britisch-US-amerikanische Schauspieler nicht mehr so viele extreme Rollen angenommen, nachdem er 2019 gestanden hatte, dass er seinen Körper nicht mehr so wie früher verändern kann.

"Ich kann das einfach nicht mehr machen. Ich kann es wirklich nicht mehr", verriet Bale damals gegenüber GQ. "Meine Sterblichkeit starrt mir ins Gesicht."

"Ich bin jetzt etwas langweiliger geworden, weil ich älter bin und das Gefühl habe, dass ich sterben werde, wenn ich weitermache wie bisher. Also möchte ich lieber nicht sterben", so Bale.

"Ich habe jeden Tag wie verrückt geschrien"

Trotz seines Vorsatzes, sich zu schonen, ging der Hollywoodstar für den Film "The Bride! - Es lebe die Braut", der am 6. März im Kino erscheint, dann aber doch wieder an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Bake spielt darin Frankensteins Monster.

Für die Dreharbeiten zu dem hochgehandelten Gothic-Romance-Horrorfilm von Maggie Gyllenhaal musste er bis zu sechs Stunden pro Tag in der Maske verbringen. "Ich habe jeden Tag wie verrückt geschrien", erzählte der 52-Jährige kürzlich dem Branchenmagazin Entertainment Weekly. "Es erfordert ein hohes Maß an Stillsitzen", sagte Bale dazu. Durch das Schreien habe er die "Verzweiflung" loswerden wollen, "all diese Selbstbeherrschung, die man an den Tag legen muss, wenn man so lange still sitzen muss."

Er habe sein Haar- und Make-up-Team jeden Tag dazu animierte, gemeinsam mit ihm jenen Ur-Schrei auszustoßen, was, wie er sagt, ein "tolles Teambuilding-Erlebnis" gewesen sei.

"Mann, ich sag's euch, am Ende war die ganze Crew dabei, weil die Leute uns schreien hörten. Wir öffneten die Türen, und nach und nach [....] fragten ein paar Leute: 'Dürfen wir auch mitmachen?‘ Und am Ende waren es dann bestimmt 30 Leute, die uns hörten und zum Maskenwagen rannten, um mitzumachen und zu schreien."

Das Schreien sei notwendig gewesen. Denn das lange Stillsitzen hätte ihn beinahe in den Wahnsinn getrieben, wie Bale verriet. Aber: "Ich wollte es nicht auf dem Weg zur Arbeit machen, weil ich dachte, ich könnte einen Unfall verursachen. Und ich wollte es nicht alleine machen, weil ich dachte, alle würden denken, ich würde verrückt werden."

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