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07/04/2021

Britney Spears: Inmitten des Vormundschafts-Albtraums meldet sich Mutter zu Wort

Vor Gericht hatte die Sängerin kürzlich angegeben, sie sei traumatisiert und deprimiert, dass ihr Vater ihr keinerlei Entscheidungsfreiheit lasse. Seine Vormundschaft sei "missbräuchlich".

Eine Woche nach der emotionalen Aussage von US-Popsängerin Britney Spears vor Gericht ist ihr Antrag auf Aufhebung der Vormundschaft ihres Vaters vergangene Woche abgelehnt worden. Die am Mittwoch gefällte Entscheidung eines Gerichts in Los Angeles beziehe sich auf den Antrag von Spears' Anwalt vom September, berichtete der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf die Gerichtsakten.

Der Anwalt hatte gefordert, die Treuhandgesellschaft Bessemer Trust zum Vormund der Sängerin zu machen und ihrem Vater Jamie Spears die Vormundschaft zu entziehen. Dieser Antrag wurde nun zurückgewiesen. Spears' Aussage vor Gericht vor einer Woche berücksichtigte Richterin Brenda Penny dabei laut CNN allerdings nicht.

Nun hat sich auch Spears' Mutter Lynne zu Wort gemeldet. Laut einem Bericht von The New Yorker habe sie derzeit "gemischte Gefühle". "Ich weiß nicht, was ich denken soll. Es sind viel Schmerz und viele Sorgen", so Lynne Spears. Sie sei aber gut darin, sich "abzulenken".

Spears: Gegen den Willen seiner Tochter weiterhin Vormund

Spears' Vater hatte beantragt, die Anschuldigung der Sängerin, ihr sei Lithium verabreicht worden und sie habe gegen ihren Willen Auftritte absolvieren müssen, zu überprüfen. Wegen psychischer Probleme war Spears 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen worden. Jamie Spears übernahm die Vormundschaft für seine Tochter und regelt seither ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten. Unter seiner Vormundschaft kehrte Spears rasch auf die Bühne zurück. Sie veröffentlichte drei Alben, trat in verschiedenen Fernsehshows auf und übernahm sogar eine Dauershow in Las Vegas. Im Jänner 2019 sagte sie jedoch alle Auftritte ab.

Vor Gericht sagte die Sängerin vor rund einenhalb Wochen in einer 20-minütigen Stellungnahme, sie sei "traumatisiert" und "deprimiert", dass ihr Vater ihr keinerlei Entscheidungsfreiheit lasse. Seine Vormundschaft sei "missbräuchlich". So sei es ihr verweigert worden, ihre empfängnisverhütende Spirale entfernen zu lassen, obwohl sie sich weitere Kinder wünsche. Die Ärzte hätten sie zudem zwangsweise auf Medikamente gesetzt, die sie wie "betrunken" machten. "Ich will nur mein Leben zurück", appellierte Spears an die Richterin.

Mit Hits wie "... Baby One More Time", "Oops!... I Did It Again" und "Toxic" war Britney Spears Anfang der 2000er-Jahre die bestbezahlte Sängerin der Welt. Danach häuften sich bei ihr berufliche und private Rückschläge. Nach ihrer Scheidung von Kevin Federline im Jahr 2006 und dem Verlust des Sorgerechts für ihre beiden Kinder wurde sie von Paparazzi barfuß und mit kahlgeschorenem Kopf an einer Tankstelle abgelichtet.

Das öffentliche Interesse an dem Vormundschaftsstreit wurde durch den Dokumentarfilm "Framing Britney Spears" angeheizt, der die rechtliche Entmündigung des Popstars nachzeichnet. Unter dem Hashtag #FreeBritney fordern Spears' Fans ein Ende der Vormundschaft ihres Vaters.

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