© REUTERS/CATHRIN MUELLER

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07/02/2021

Boris Becker nach Kritik an Naomi Osakas Wimbledon-Absage unter Beschuss

Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung, kritisierte Boris Beckers kontroverse Aussage über die Wimbledon-Absage von Naomi Osaka. Jetzt hat Becker dazu Stellung genommen.

Nachdem die japanische Tennisspielerin Naomi Osaka ihre Teilnahme am Wimbledon-Turnier abgesagt hatte, kommentierte Boris Becker die Entscheidung der 23-Jähirgen gegenüber The Times mit folgenden Worten: "Sie ist gesund, sie ist wohlhabend, wo ist also der Druck?" So wird er zumindest von der Zeitung zitiert.

Kritik an Aussage über Osakas Wimbledon-Ausstieg

Seit mehr als drei Jahren leidet Osaka an Depressionen, für die sie unter anderem den medialen Druck verantwortlich macht. Bei ihrem letzten Auftritt bei den French Open weigerte sie sich, mit der Presse zu sprechen. Schließlich stieg sie aus dem Turnier aus. Dann folgte die Wimbledon-Absage.

Ihre psychische Erkrankung zwinge sie zur Auszeit. Für die Verfassung der Sportlerin schien Becker, der selbst einst Profi-Spieler war und zuletzt Novak Djokovic coachte, aber wenig Verständnis zu zeigen. "Wenn du mit dem medialen Druck nicht umgehen kannst, ist es schwer, eine professionelle Tennis-Spielerin zu sein", soll laut Times sein wenig feinfühliges Kommentar gelautet haben.

Gegenwind bekam Becker unter anderem von Teresa Enke. Die Witwe des verstorbenen deutschen Tationaltorwarts Robert Enke ist die Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung, einer gemeinnützigen Organisation, die die Erforschung und Behandlung von Depressionen sowie Herzerkrankungen bei Kindern zum Ziel hat, übte in einem offenen Brief Kritik an Beckers Worten.

"Lieber Boris Becker, Dein Ernst? Naomi Osaka ist momentan nicht gesund! Depression ist keine Frage von Geld, Erfolg oder Luxus - Depression ist eine Krankheit, die leider jeden erwischen kann", teiltes Enke auf Twitter Boris Becker mit, der zu der Kritik inzwischen Stellung genommen hat.

Auf seinem Instagram-Kanal schreibt er, dass die Times ihn "falsch zitiert" habe und stellt einiges klar. Depressionen seien eine "tückische Krankheit". Er selbst habe Naomi geraten, eine Pause zu machen.

 

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