Birgit Schrowange heißt in Wirklichkeit eigentlich anders
Birgit Schrowange und Frank Spothelfer
Birgit Schrowange – ein Name, der vielen Fernsehzuschauern seit Jahrzehnten bekannt ist. Doch nun verriet die 68-Jährige, das dieser Name nicht der ist, der in ihrem Personalausweis steht. Denn "Schrowange" ist lediglich ein Künstlername.
Kleine Änderung mit großer Wirkung
Im Rahmen eines Gesprächs in der WDR-Talkrunde "Kölner Treff" mit Micky Beisenherz ließ sie die Katze aus dem Sack: "Ich heiße in Wirklichkeit Birgit Schrowangen, und Birgit Schrowange ist mein Künstlername." Das "n" am Ende ist also der einzige Unterschied zwischen dem echten und dem öffentlichen Namen der beliebten Moderatorin. Eine kleine Anpassung, die Schrowange aber offenbar viel bedeutet.
Wieso sie sich dazu entschied, öffentlich unter einem anderen Nachnamen aufzutreten, wollte Schrowange in der Sendung jedoch nicht verraten. Gründe könnte es viele geben. Vielleicht gefällt ihr der gekürzte Name besser. Vielleicht wollte sie so – zumindest für sich – eine klare Grenze zwischen Privat- und öffentlicher Person ziehen.
Durchbruch mit RTL-Magazin "Extra"
Birgit Schrowange gehört zu den bekanntesten Fernsehmoderatorinnen Deutschlands. Sie wurde am 7. April 1958 in Neheim-Hüsten im Sauerland geboren und schlug nach einer Ausbildung zur Hotelfachfrau zunächst einen ganz anderen Berufsweg ein, bevor sie ihre Leidenschaft für Medien entdeckte.
Erste journalistische Erfahrungen sammelte sie beim Hörfunk, unter anderem beim Westdeutschen Rundfunk, ehe sie Anfang der 1990er-Jahre zum Fernsehen wechselte. Der bundesweite Durchbruch gelang ihr 1994 bei RTL, wo sie über viele Jahre hinweg das erfolgreiche Boulevardmagazin "Extra – Das RTL-Magazin" moderierte und mit ihrer direkten, empathischen Art zu einem festen Gesicht des Senders wurde. Später prägte sie auch Formate wie "Life – Menschen, Momente, Geschichten" sowie Talk- und Reportageformate, in denen gesellschaftliche Themen und persönliche Schicksale im Mittelpunkt standen.
Neben ihrer beruflichen Laufbahn war Schrowange auch immer wieder Gegenstand öffentlichen Interesses, etwa durch ihre Beziehung mit Moderator Markus Lanz, mit dem sie einen Sohn hat. Große Aufmerksamkeit erhielt sie zudem, als sie sich bewusst entschied, ihre grauen Haare nicht mehr zu färben und damit ein viel beachtetes Zeichen für Selbstakzeptanz setzte. Auch trägt sie ihre Hörgeräte mit Stolz und spricht offen darüber, auf diese angewiesen zu sein. Laut eigenen Aussagen möchte sie zu mehr Akzeptanz, Aufklärung und einem selbstverständlichen Umgang mit Hörgeräten beitragen.
2019 verabschiedete sich Birgit Schrowange weitgehend aus dem täglichen Fernsehgeschäft, blieb jedoch als Medienpersönlichkeit präsent. Im Juli 2023 heiratete sie den deutschen Unternehmer Frank Spothelfer.
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