Simone Lugner zum zweiten Hochzeitstag: "Schöne Erinnerungen überwiegen"
Simone und Richard Lugner an ihrem Hochzeitstag
Vor exakt zwei Jahren gaben Simone Lugner und Baumeister Richard Lugner einander das Jawort im Wiener Rathaus. Kurze Zeit später verstarb Richard Lugner und ließ Simone als Witwe zurück.
Zwei Jahre später kann Simone aber mit einem Lächeln auf die gemeinsame Zeit zurückblicken, wie sie dem KURIER sagt. "Ich habe immer noch die Ecke mit dem Unendlichkeitszeichen und unserem Hochzeitsbild, die ich gerne ansehe und dann kommen all die schönen Erinnerungen. Natürlich vermisse ich ihn, aber die schönen Erinnerungen überwiegen."
Für sie sei es immer wichtig gewesen, sich "ans Positive" zu erinnern. "Das ist natürlich nicht immer einfach, aber ich habe mich sehr viel mit Trauerbewältigung beschäftigt und fast ein Jahr nach seinem Tod hatte ich einen Traum von Richard, wo er gesagt hat: 'Du darfst und sollst wieder glücklich sein.' Das war für mich ein Knackpunkt."
Jetzt habe sie eher das Problem, "dass ich sehr eifersüchtig bin, wenn ich unterwegs bin und andere Paare sehe, die eben ihren Partner noch haben. Selbst wenn ich mit Begleitung unterwegs bin, geht es mir so." Um alle Liebesgerüchte auszuschließen, beeilt sie sich noch hinzuzufügen: "Meine Begleitungen sind aber wirklich alle nur gute Freunde".
Zum Grab möchte sie heute bewusst nicht gehen. "Das war ja seine letzte Station und ich möchte mich an unser gemeinsames Leben erinnern."
Deshalb ist sie auch ganz normal zur Arbeit gegangen. "Das hat Richard ja auch an mir geschätzt und am Abend werde ich zwei Gläser Wein einschenken - eines für mich und eines für ihn - und dann anstoßen. Denn ich glaube an die Unsterblichkeit der Seele."
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