Was "Rosenheim Cop" Max Müller schon alles aus Liebe getan hat
Schauspieler Max Müller
Das Künstlerische hat der gebürtige Kärntner Max Müller durchaus von seinen Eltern mitbekommen, auch wenn die beiden Kaufleute waren.
Aus seiner Mutter wäre bestimmt eine „fantastische Schauspielerin“ geworden, wenn es die damaligen Zeiten erlaubt hätten, wie er erzählt. „Und der Papa war wirklich ein hervorragender Conférencier“, so Müller in der KURIER TV-Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“.
Herrlich ehrlich: Max Müller
Schon im zarten Alter von drei Jahren hat Müller Bühnenluft geschnuppert und sich pudelwohl auf den Brettern, die die Welt bedeuten, gefühlt. Eigentlich dann logisch, dass er später eine Schauspiel- und Gesangsausbildung (Stimmfach Bariton) absolvierte.
Und spätestens seit seiner Rolle in der beliebten TV-Serie „Die Rosenheim-Cops“ (er verkörpert da seit 27 Jahren Michael Mohr) ist er einem breiten Publikum absolut ein Begriff. Damit gerechnet, dass das so lange so gut geht, hat er aber nicht.
Zu Tode gekitzelt
Den Erfolg dieser Serie kann er sich aber durchaus erklären. „Die wunderschöne bayrische Landschaft ist ein Hauptdarsteller. Das halte ich für unglaublich wichtig. Aber nicht nur die Landschaft, sondern dieses bayrische Flair, das auch nichts anderes sein möchte. Wir machen nicht auf Großstadt, sondern sind die Märchenpolizei aus Rosenheim“, erzählt er lachend.
„Und es gibt relativ wenig Blut. Unsere Opfer werden meistens mit stumpfen Gegenständen zu Tode gekitzelt. Es ist durchaus auch kindertauglich. Es ist ein Familienformat.“ Es sei auch ein großes Glück, dass die Darsteller kreativ sein dürfen und sich selbst einbringen können.
Man müsse sich aber auch bewusst sein, dass man durch so eine lange Serienrolle auch etwas darin verhaftet ist.
„Für mich war es aber nie so, dass ich gesagt habe, ich nehme das als Sprungbrett für etwas Besseres. Was auch immer dieses Bessere sein soll. Und nach vierzig Berufsjahren darf ich das auch ganz laut sagen: Die Besetzenden haben generell nicht sehr viel Fantasie, was die Möglichkeiten von uns Schauspielenden angeht. Und die Sätze, die ich in meinem Beruf am öftesten gehört habe, sind: ‚Wow, du kannst ja richtig ernsthaft spielen, das hätte ich dir nie zugetraut. Und du kannst ja wirklich singen.‘ Naja, was soll man darauf sagen?“
Für seine Mama (87), die in einem Seniorenheim lebt, hat er sich aber entschieden, bei den „Rosenheim-Cops“ etwas kürzerzutreten.
„Ich hab keine Geschwister und mein Papa ist nicht mehr da. Diese Zeit ist kostbar. Und wir mögen uns gern und das einzige Kind ein bissl öfter zu sehen, ist wichtig.“
Alles aus Liebe
Für ein ganz besonderes Projekt hat Max Müller aber Zeit gefunden – und zwar für den Film „Peter Alexander: Alles aus Liebe“ (kommt am 16. Juni in die Kinos), durch den er als Präsentator führt. Eine musikalische Zeitreise in die 1950er und 1960er-Jahre, bei der sogar erwünscht ist, dass das Publikum mitsingt.
„Als Kind in den 1960er-Jahren in einer Familie mit Fernseher bist du Peter Alexander einfach nicht entkommen. Das waren einfach diese wunderbaren Unterhaltungsfilme! Ich hab mir immer gedacht: Wow, der kann schon recht viel. Und diese Meinung hat sich überhaupt nicht verändert“, so Müller.
„Peter Alexander war ein hervorragender Schauspieler. Es war immer authentisch und immer er selbst. Er war ein sehr guter Sänger. Er wusste auch um seine eigenen stimmlichen Grenzen. Er hat klassischen Gesang studiert und hat bewusst gesagt, Nein, es ist Unterhaltung. Mit dieser Stimme, die jeder von uns im Ohr hat, hat er genau gewusst, wie man richtig phrasiert, wo man stimmlich ein bissl was herzeigen kann. Bei Bedarf konnte er tanzen fast wie Fred Astaire. Das ist super. Und dann war er auch noch ein toller Jazzer.“
Kein „Dancing Star“
Und auch Max Müller kann schauspielern und singen – nur mit dem Tanzen hapert es ein bisschen, außer, „wenn man sich liebevoll mit mir beschäftigt“, wie er lachend erzählt.
Die ORF-Show „Dancing Stars“ wäre daher eher nichts für ihn, auch wenn er schon oft gefragt wurde.
„Ich hab einmal eine Woche eine Hauptrolle mit viel Tanzen in der ‚Csárdásfürstin‘ gespielt. Da hab ich die Tänzer so richtig schätzen gelernt. Mir hat alles nur mehr wehgetan. Aber was bei ‚Dancing Stars‘ wirklich einer meiner Hauptpunkte war, warum ich es nicht gemacht habe: Du musst auf Knopfdruck witzig und schlagfertig und schnell sein. Da bin ich der Falsche.“
Lisa Trompisch im "Herrlich ehrlich"-Talk mit Max Müller
Vertrauen haben sei aber nie falsch, denn das ist es, was Max Müller antreibt, wie er erzählt. „Dass man vertraut, dass man das, was man machen möchte, auch machen darf, wenn es wirklich sein soll. Das ist es.“
Und wenn der Peter-Alexander-Film schon den Titel „Alles aus Liebe“ trägt, muss man natürlich fragen, was Max Müller schon alles aus Liebe getan hat.
„Das Verrückteste ist in der Liebe generell, wenn man unverhohlen sagt, wie es einem ums Herz ist mit dieser Person gegenüber. Es ist überhaupt nicht cool, es ist in dem Moment so was von nicht souverän, aber es ist romantisch. Gesagt, wie es mir ums Herz ist, habe ich schon öfter, auch erfolgreich manchmal.“
„Herrlich ehrlich - Menschen hautnah“ gibt's immer sonntags um 18:30 Uhr auf KURIER TV.
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