Symbolbild: Es wird keine Bundesländer-Missen mehr geben

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08/30/2019

Paukenschlag bei Miss Austria: Keine Bundesländer-Missen mehr!

Die geschasste Miss Vienna Beatrice Körmer darf wieder den Titel tragen - Missenmacher Jörg Rigger klärt auf, wie's weitergeht.

von Stefanie Weichselbaum

Erst ja, dann nein, jetzt wieder ja - also wie jetzt? Die "alte" Miss Vienna ist ab sofort wieder die Neue - oder so ähnlich. Beatrice Körmer bekam nämlich ihr Krönchen zurück. Wie Missenmacher Jörg Rigger nun den schweren Imageschaden reparieren will.

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„Das war ein mieses Spiel gegen Beatrice Körmer“, gibt sich Missenmacher Jörg Rigger im KURIER-Interview erbost.

Wir erinnern uns: Körmer wurde am Abend des 25. April 2019 zur Miss Vienna gekrönt. Kurz darauf gingen die Wogen hoch und Vorwürfe wurden laut, dass die Wahl nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Ganz laut wurde da „Schiebung“ gerufen und der Neo-Miss Vienna ein Naheverhältnis zu Lizenznehmerin Agnes Goebel und einigen Jury-Mitgliedern nachgesagt.

Der Grund: Körmers Lebensgefährte, der Unternehmer Heimo Turin, lud immer wieder die High Society (darunter eben auch einige Jury-Mitglieder) zu Festen in sein Innenstadt-Domizil. Außerdem soll auch Schmiergeld geflossen sein, hieß es von diversen Quellen. „Wir hatten immer nur Hinweise, aber nie Beweise“, sagt Jörg Rigger heute. Und weiter: „Wir wurden aus heiterem Himmel mit den Vorwürfen konfrontiert und mussten reagieren.“

Also wurden Körmer der Titel und die Krone entzogen und es gab dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine Wahlwiederholung, wo Julia Forstner das Krönchen auf ihr Haupt gesetzt bekam.

Das Problem: „Es begann bei der Vertragsunterzeichnung, den wollte sie einfach nicht unterschreiben. Sie meinte, das interessiere sie nicht. Aber wir leben von den Vermarktungsrechten und unseren Sponsoren. Deshalb brauchen wir die Verträge“, so Rigger. Auch nix Neues, denn viele der Missen haben sich gegen die Verträge aufgelehnt.

Dann die erleichternde Nachricht für die geschasste Miss Vienna Beatrice Körmer. „Die Wahl war zu hundert Prozent korrekt“, so Rigger und er setzte der alten, neuen Miss die Krone wieder auf.

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Aber wie geht’s nun weiter? „Durch Taten.“ Datum und Ort für die nächste Miss Austria-Wahl stehen schon fest, die wird am 6. Juni 2020 in Schladming stattfinden. Und da gibt’s doch eine sehr große Neuerung: Keine Bundesländer-Missen mehr.

„Wir machen das jetzt nach internationalem Vorbild. Es gibt zwar Castings in den Regionen, aber die Damen, die dort ausgewählt werden, treten dann direkt am 6. Juni an.“ Und: Nur mehr schön zu sein, reicht nicht: „Es wird auf mehr Wert gelegt als 90-60-90. Sie müssen mindestens eine Fremdsprache und sollen repräsentieren können. Sie sind dann Markenbotschafterinnen für unsere Sponsoren.“

Spannend, der eigentliche Sinn war ja mal, dass die Gewinnerin ihr Land vertritt - aber die Zeiten scheinen sich geändert zu haben ...