ORF- und Ö3-Moderator Sigi Fink: Warum er’s richtig turbulent mag

Der Meteorologe über Wetter-Action, skurrile Scammer-Erlebnisse, Kinderbücher, neue Herausforderung und seine sensible Seite.
Ein Mann sitzt in einem modernen, sonnendurchfluteten Raum neben einer großen grünen Pflanze.

Schon von Kindesbeinen an haben den gebürtigen Südtiroler Sigi Fink (41) die Natur und das Wetter fasziniert. Seine Eltern hat er permanent mit Fragen darüber gelöchert. 

Eigentlich war da schon klar, dass das einmal seine Berufung wird. Und nach dem abgeschlossenen Meteorologie- und Geophysik-Studium verschlug es den Bozener zu Ö3 und dann auch zum ORF. 

Und spätestens nach seinem „fetzblau“ (den Begriff hat er von seinem Vater) hat er sich eine große Fancommunity aufgebaut.

Er mag’s turbulent

Er selbst mag’s wettertechnisch übrigens turbulent, wie er lachend in der KURIER TV-Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“ erzählt. (Die Sendung läuft immer sonntags um 18:30 Uhr auf KURIER TV.)

Die ganze Sendung:

Herrlich ehrlich: Siegfried (Sigi) Fink

„Volles Programm. Ich brauche schon Action beim Wetter. Ich mag keine Hitze, ich bin eher so ein kalter Typ. Ich mag den Winter, oder auch rausgehen im Kurzärmeligen oder oben ohne, wenn es kalt ist. Ich genieße das. Da höre ich die Mama schon wieder: ,Pass auf, nicht, dass du dich verkühlst’“, erzählt er schmunzelnd.

Ein Mann mit dunklem Polohemd lächelt, während er hinter einer nassen, teils beschlagenen Glasscheibe steht.

Sigi Fink mag's wettertechnisch turbulent

Seinen Ausgleich findet er am heimischen Weinbauhof. „Mir geben die Arbeit im Freien, meine Mama, meine Schwestern und das Zusammensein mit meinen Freunden von früher Energie.“

Neue Herausforderung

Und diese Energie kann er brauchen, denn seit Mitte Februar moderiert er zusätzlich auch noch alternierend mit Eva Pölzl die ORF-Sendung „Guten Morgen Österreich“. 

Zwei lächelnde Personen halten Kaffeetassen vor einem Hintergrund mit Bergen und einem Schriftzug.

Sigi Fink und Eva Pölzl im „Guten Morgen Österreich-Studio.

Ein Angebot, das genau zur richtigen Zeit kam, nämlich an einem Tag, wo es ihm aufgrund beruflicher Umstände nicht so gut ging (warum genau, sehen Sie im Video oben)

Mit „einem fetten Grinser im Gesicht“ hat er gleich zugesagt. Das sei jetzt einmal etwas ganz anderes, eine neue Herausforderung, denn das Wetter schüttelt er „aus dem FF“.

Zwei Personen sitzen sich in roten Sesseln gegenüber und führen ein Gespräch in einem modern eingerichteten Studio.

Lisa Trompisch im „Herrlich ehrlich“-Talk mit Sigi Fink. 

„Und mir hat etwas gefehlt, das mich herausfordert. Ich war ja früher zurückhaltend, schüchtern, introvertiert. Das glaubt man nicht so, aber ich bin eher der Sensiblere. Es macht Spaß, ist jetzt eine ganz andere Aufgabe. Ich erweitere den Horizont und ich lerne dazu.“ 

Vor allem die Gespräche mit den Gästen liegen ihm besonders am Herzen. „Wie erzeugt man das Funkeln in den Augen beim Gegenüber? Und wenn man das raushat und hinbekommt, das ist für mich so eine Genugtuung und Befriedigung, und es macht so Spaß.“

Spaß macht ihm auch das Schreiben, hat er doch schon zwei Sachbücher und das Kinderbuch „Der kleine Regentropfen Neo – Eine abenteuerliche Reise“ herausgebracht. 

Neo bedeutet ja im italienischen Muttermal – und ein solches hat Sigi auf der Wange. Und das war auch der Name seines leider mittlerweile schon verstorbenen Hundes. 

Der Hauptgrund dieses Buch zu schreiben waren Fake-News-Meldungen in den sozialen Netzwerken. Da kursierte, dass es Sahara-Staubmaschinen gibt. „Ich will bei den Kleinsten anfangen, Wissen zu vermitteln und mit dem Buch erklären, wie Saharastaub zu uns in die Alpen gelangt, eben mit dem Regentropfen Neo.“ 

Eine Fortsetzung „Der kleine Regentropfen Neo reist ans Meer“ folgt noch vor Ostern.

Sexiest Österreicher

2022 wurde Sigi Fink auch von der Ö3-Community zum „Sexiest Österreicher“ gewählt – und das als Südtiroler. 

„Wir haben so ein Voting gemacht, das Pendant zu ,Sexiest Man Alive’ des People-Magazins, und der Hörerservice, also die Vorbereitungsgruppe, hat mich da reingeschmissen in das Voting, so als Witzkandidaten. Und der Schuss ist nach hinten losgegangen, weil ich das dann geworden bin“, erzählt er lachend. 

Er hat da Sänger Paul Pizzera und Koch Alex Kumptner auf die Plätze zwei und drei verwiesen.

Der Nachteil, so gut auszusehen, ist aber, dass Finks Bilder oft von sogenannten Scammern für Betrugsmaschen verwendet werden. Sogar das kanadische Fernsehen hat über so einen Scammer-Fall mit seinen Bildern berichtet. „Das ist die Kehrseite der Medaille des öffentlichen Menschens.“

Was er alles bezüglich „Scammer“ erlebt hat, wie sich der Begriff „fetzblau“ etabliert hat und noch viel mehr, sehen Sie im Video oben.

"Herrlich ehrlich - Menschen hautnah" gibt's auch als Podcast auf Spotify.

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