Hochzeit im Belvedere: Musical-Star Fabio Diso sagt in Wien Ja
Fabio Diso
Allein sein Name klingt schon nach Künstler. Den hat der gebürtige Deutsche Fabio Diso (35) seinem italienischen Vater und seiner spanischen Mutter zu verdanken.
„Lustigerweise bekomme ich viele E-Mails zurück mit ,Disco’. Im Sommer 2025 hat es gepasst, als ich die Titelrolle Tony Manero in ,Saturday Night Fever’ in Mörbisch gespielt habe“, sagt er lachend in der KURIER TV-Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“.
Die ganze Sendung:
Herrlich ehrlich: Fabio Diso
Sein musikalisches Talent hat Diso, der mit sechs Geschwistern aufgewachsen ist, von seinem Vater, wie er erzählt. Seine Gesangslehrerin schlug ihm dann vor, doch eine Musicalausbildung zu machen.
„Im Laufe der Ausbildung habe ich dann gemerkt, dass mir dieses Genre richtig gefällt, und ich habe es dann lieben gelernt. Ich glaube, dass jeder Künstler in Etappen so ein bisschen an sich zweifelt, aber ich war immer offen und neugierig und für mich war der Spaß auf der Bühne im Vordergrund, deshalb bin ich da schon richtig.“
Und wie richtig er da ist, zeigt er derzeit als Franz Stephan von Lothringen in „Maria Theresia“ im Wiener Ronacher.
Nienke Latten und Fabio Diso in „Maria Theresia“.
Das Musical wurde sogar aufgrund des Erfolges um eine Spielsaison verlängert. „Eine starke Geschichte“, würde das Musicalpublikum brauchen – und diese wird ihnen in „Maria Teresia“ geliefert.
Und dass die Musicalfans so „loyal“ sind, freut Diso ganz besonders.
„Musicalfans sind von Anfang an dabei, sehen die ersten Shows und schauen sich dann im Laufe der Zeit wirklich viele Shows an. Wenn wir dann bei Show 150 sind, merken sie auch die Nuancen, was sich verändert hat. Und das ist wirklich sehr schön, wenn man das gespiegelt bekommt, die Entwicklung, diese Aufmerksamkeit und die gemeinsame Liebe zum Genre.“ (Welches skurrile Fan-Begegnung er erst kürzlich hatte, sehen Sie heute, Sonntag, um 18:30 Uhr auf KURIER TV.)
Lisa Trompisch im Gespräch mit Musicalsänger Fabio Diso
Am 4. Mai wagt sich Fabio Diso im Wiener Metropol mit einem „Best of Musical“ solo auf die Bühne.
„Ein Solokonzert ist echt anders, weil man sich nicht hinter einer Figur oder einer Handlung verstecken kann. Man ist viel verletzlicher“, so der Sänger. Er möchte an diesem Abend auch versuchen, ganz viel von seiner persönlichen Geschichte hineinzupacken.
Gaststars wie Drew Sarich (ein großes Vorbild von Diso) und Annemarie Lauretta werden ihn unterstützen.
Kein Lampenfieber
Lampenfieber im klassischen Sinn kennt er nicht, „ich bin eher nervös davor, wenn ich Sachen umsetzen muss, dass ich die auch wirklich zielgerichtet umsetze. Bei einer Musicalproduktion ist es ja so, dass man sich wirklich wochenlang etwas mit einem Regisseur erarbeitet. Man hat gewisse Aufgaben und für mich ist es wichtig, dass ich diese versuche umzusetzen. Das ist ein bisschen die Challenge bei mir.“
Vor jedem Auftritt berührt er den Boden und bedankt sich „bei vielen Menschen, die schon von uns gegangen sind – als Medium, dass ich die Geschichte transportieren darf und dass die Menschen mich durch das tragen werden. Das gibt mir sehr viel Kraft.“
Liebe auf den ersten Blick
Wien ist längst seine Heimat geworden. Und hier wird er auch Ende März heiraten.
Seine Verlobte Daniela ist Zahnärztin und für Diso war es „Liebe auf den ersten Blick. Wir haben uns beim Ausgehen kennengelernt und ich hab sie gesehen und in dem Moment wusste ich, das wird meine Frau werden. Es war einfach so ein Gefühl, das durch meinen Körper durchgeschossen ist und es hat sich bestätigt.“
Die Hochzeit wird im Belvedere stattfinden.
„Das ist wirklich ein traumhafter Ort. Aber ich muss dazusagen, dass es gar nicht der Ort ist, wo wir heiraten, sondern der Mensch, den ich heirate. Ich hab das Glück, dass ich meine Traumfrau heiraten darf, und das macht mich zutiefst glücklich. Wenn ich mir das so vorstelle an dem Tag, wenn dann viele Freunde und meine Familie aus verschiedenen Ländern anreisen werden und wir alle dort sind und die Heirat zelebrieren werden, das wird schon ein sehr spannender Moment. Ich glaube, dann werde ich nervös sein.“
Und er verrät auch, dass sein Musicalkollege Dominik Hees (ebenfalls ein großes Vorbild) auf seiner Hochzeit singen wird.
Fabio Diso
Beruflich wünscht er sich, dass es so weiter geht, wie bisher. „Ich blicke auf ein Jahrzehnt zurück voller Hauptrollen und Zusammenarbeit mit ganz vielen lieben Menschen in ganz vielen tollen Produktionen. Da bin ich wirklich dankbar und stolz.“
Was seine Traumrolle wäre und ob er sich auch vorstellen könnte, in einer Rockband zu singen sehen Sie im Video oben.
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