Hansi Hinterseer über Olympia: "Die Leute haben mich angespuckt"

Als der ehemalige Skifahrer 1976 das Rennen abbrechen musste, wurde er besonders grob behandelt.
Hansi Hinterseer

Nachdem die heurigen Olympischen Winterspiele ihr Ende gefunden haben, erinnerte sich der Schlagersänger und ehemalige Skifahrer Hansi Hinterseer (72) an sein nicht ganz so schönes Olympia-Erlebnis zurück.

1976 fanden die Olympischen Spiele in Innsbruck statt und Hinterseer war auf dem Höhepunkt seiner Skifahrerkarriere, große Hoffnungen wurden in ihn gesetzt. Eine Woche vor dem Rennen verletzte er sich aber und erlitt eine Schulterprellung und einen Kapseleinriss. Er wollte sich davon nicht unterkriegen lassen, startete - und musste abbrechen.

Seine Fans fanden das gar nicht gut, wie Hinterseer jetzt gegenüber dem Magazin Bunte erzählt hat: "Die Leute haben mich angespuckt". Die Leute seien auf ihn zugestürmt, "weil ich versagt habe".

Er trat dann aber nicht den Rückzug an, sondern kam zur Schlusszeremonie ins Olympiastadion. "Es war für mich ein brutaler Weg, dort hinzugehen. Aber ich habe mir gedacht: 'Nein, von euch lasse ich mich nicht unterkriegen.'"

Auch vom Alter möchte sich Hansi Hinterseer nicht unterkriegen lassen und tut deshalb viel, um fit zu bleiben. "Dieses Training, das ich früher gemacht habe, mache ich natürlich nicht mehr - das ist ja ganz klar, das geht auch nicht mehr. Aber ich bin wirklich gerne in den Bergen." Am liebten würde er etwa den Hahnenkamm hinunterspazieren. "Jeder normale Doktor sagt: 'Ja, bist du wahnsinnig? Das kannst du nicht machen. Da machst du dir die Knie kaputt.' Gottseidank nie etwas gehabt, ich bin noch gesund, ich mag das gerne, weil ich tänzle den Berg hinunter."

Kommentare