Generalprobe: Staatsoperndirektor Bogdan Roščić verteidigt Opernball
Lilian Klebow und Teresa Vogl mit Staatsoperndirektor Bogdan Roščić
Anspannung, Aufregung, Vorfreude – das sind nur einige der Emotionen, die man am Mittwochabend bei der Generalprobe für den 68. Opernball in der Wiener Staatsoper spürte.
Direktor Bogdan Roščić (mittlerweile ja schon zum Opernball-Fan geworden) warf sich auch gleich in die Schlacht gegen alle Unkenrufe, die das gesellschaftliche Ereignis als "nicht mehr zeitgemäß" titulieren.
"Er ist zeitgemäß, weil die Leute ihn haben wollen, die gerne hierherkommen, weil unser Eigentümer, die Republik Österreich ihn haben will, darum steht er in einem Gesetz. Und wer ihn nicht zeitgemäß findet, der soll ihn ignorieren", grinste er.
Und außerdem wollte er sich ohnehin einmal auf die Probe konzentrieren.
Bilder von der Generalprobe:
Auch Kommentator Kari Hohenlohe konnte seine Augen nicht vom Einzug des Jungdamen- und -herrenkomitees abwenden, da seine Tochter Lilly heuer debütiert. "Ich bin jetzt schon gerührt, wo sie hereinspaziert ist, noch gerührter und aufgeregter ist meine Frau und am alleraufgeregtesten ist der Christoph" (Anm. d. Red.: Kommentatorenpartner Christoph Wagner-Trenkwitz).
Denn als Hohenlohes Tochter Alice vor einigen Jahren debütierte, war Hohenlohe so hin und weg, dass er schlicht gar nichts mehr sagte und Wagner-Trenkwitz komplett übernehmen musste.
Kein Blackout gab’s beim Ballett in funkelnden Kostümen und auch die Opernsänger Pretty Yende und Benjamin Bernheim sorgten für Gänsehaut, als sie gemeinsam "Maria" aus "West Side Story" sangen.
Nur, der Herr Bundespräsident wird dann morgen, Donnerstag, hauptsächlich in den Genuss einer Rückenansicht kommen, denn der Bundespräsidentenloge drehten sie dabei meist eben den Rücken zu und besangen inbrünstig das Orchester.
Das machten sie dann beim Trinklied aus "La Traviata" allerdings wieder wett und gewährten ausreichend Rundumblick auf ihre Gesichter.
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