Christopher Seiler in Videobotschaft: "Ich geniere mich"

Gegen Austropop-Star Christopher Seiler wird nach Anzeige einer Frau ermittelt. Nun meldete sich der Musiker per Video zu der Causa zu Wort.
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Der heimische Musiker Christopher Seiler hat sich nach den Vorwürfen zu einem mutmaßlichen Gewaltvorfall vor zwei Wochen nun in einem Videostatement auf Social Media geäußert. Gegen ihn steht eine Anzeige im Zusammenhang mit angeblichen Gewalthandlungen nach einem Videodreh im Raum. 

Laut Anzeige soll Seiler einer Frau angeboten haben, sie nach Hause zu fahren. Während der Fahrt soll er laut ihren Angaben in eine dunkle Gasse abgebogen sein; dort sei es im Auto zu einer Grenzüberschreitung gekommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Seiler erklärte nun in dem Video, der Vorfall habe sich „anders zugetragen als bisher bekannt war“.

Christopher Seiler: "Das geht in keiner Welt in Ordnung"

In dem Video betont Christopher Seiler: „Was da vor zwei Wochen passiert ist, geht in keiner Welt irgendwie in Ordnung oder ist entschuldbar.“ Er räumt Fehlverhalten ein und sagt, es gebe keine Rechtfertigung, „egal in welchem Zustand man ist“. Auch ergänzt er: „Man geht zu keiner Person - egal, wie illuminiert man ist - nimmt sie und schmiert ihr Kokain auf die Lippen.“

Seiler erklärt weiter, ein solches Verhalten habe „in unserer Gesellschaft nichts zu suchen, das hat mit Menschlichkeit und Vorbildsein nichts zu tun“. Er „geniere“ sich dafür „absolut“ und es tue ihm „von Herzen leid“. Fehler müsse man eingestehen und „dafür gerade stehen“. Er fügt hinzu: „Das was passiert ist, ist schlimm genug, diese Strafe nehme ich.“ Auch richtet er eine Entschuldigung „an alle, die davon betroffen waren“.

Seiler: "Kein sexueller Übergriff"

Er wolle außerdem "alles, was mir zur Verfügung steht" einsetzen, um der betroffenen Frau dabei zu helfen, das Erlebte zu verarbeiten. Auch wolle er "absolut die Konsequenzen tragen".

Zugleich weist Seiler weitere Darstellungen in der Causa zurück: „Was ich allerdings nicht ertragen muss, sind Phantasiegebilde über Dinge, die nie passiert sind.“ Es habe „keine dunklen Gassen, keine Gewalt oder sexuellen Übergriff“ gegeben. Für solche „Schauergeschichten“ halte er „nicht den Kopf hin“; dafür müsse er sich nicht entschuldigen, „damit habe ich nichts zu tun. Ich weiß, was passiert ist“.

Reaktionen zum Video

Zahlreiche Fans haben unter dem Videoclip bereits Nachrichten an den Musiker hinterlassen: "Zu seinen Fehlern zu stehen, ist wichtig und richtig" oder "Danke für deine ehrlichen Worte und deine Reflexion. Verantwortung übernehmen und grad stehen - man sieht es dir an, wie leid es dir tut" posten etwa einige.

"Jemanden gegen ihren willen Kokain auf die Lippen schmieren IST körperliche Gewalt. Lächerliches Statement ohne Einsicht," oder "Wenn's der Bub von der Nachbarin getan hätte, oder die eigene Tochter gewesen wäre, schaut das natürlich ganz anders aus. Aber bei einem Berühmten sagen alle 'Respekt'", meinen wiederum andere.

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