Prinzessin Elisabeth von Auersperg-Breunner

© /Sabine Holzner

Im Einsatz gegen Kindesmissbrauch
10/19/2014

Auersperg-Breunner: Kämpferische Prinzessin

Die Flick-Tochter und bald fünffache Mutter greift für Kids tief in die Tasche.

In edler Designer-Couture, als Stammgast der Salzburger Festspiele, in Gesellschaft von Adeligen und Milliardären – so kennt man die deutsche Prinzessin Elisabeth von Auersperg-Breunner (40). Die Tochter von Friedrich Karl Flick († 2006) und Ursula Kloiber lebt mit Ehemann Alexander und ihren vier Kindern (Emilia, 16, Aloysius, 8, Balthasar, 3, Severine, 1) auf einem traumhaften Anwesen am Attersee.

In den nächsten Wochen erwartet die Milliardärs-Erbin ihr fünftes Baby, einen Buben. Doch bis zur Geburt widmet sie sich ihrem sechsten "Baby", der Gründung des Vereins "Innocence in Danger Österreich", mit dem Auersperg-Breunner hierzulande gegen Kindesmissbrauch und die Verbreitung von Kinderpornographie kämpfen will.

KURIER: Warum ist Ihnen der Kampf gegen Kinderpornographie ein Anliegen?
Auersperg-Breunner: Als Mutter ist für mich Kinder- schutz so selbstverständlich wie medizinische Vorsorge. Durch die neuen Medien wird das Problem des Missbrauchs ja immer größer. Ich will konkret handeln – und das Thema enttabuisieren.

Gab es denn auch Anlässe in Ihrem eigenen Umfeld?
Bei meiner Tochter in der Schule gab es leider zwei Fälle – sozusagen vom "Selfie zum Selbstmord", weil lustig gemeinte Fotos missbraucht wurden. Das hat mich sehr berührt.

Viele prominente Frauen gründen Vereine ...
Umso wichtiger ist es mir zu betonen, dass dieses Projekt kein Selbstverwirklichungstrip von mir ist. Wir wollen etwas bewegen. Natürlich ist ein gutes Netzwerk nützlich. Aber die anfänglichen Kosten des Vereins, für Büro, Bedarfsanaylsen etc., trage ich alle selbst.

Wieviel Geld nehmen Sie dafür in die Hand?
Das verrate ich nicht.

Wie gehen Sie zu Hause mit Internet und Co um?
Alle meine Mitarbeiter, vom Gärtner bis zur Sekretärin, haben eine Sperre, damit nichts Widerrechtliches abgerufen werden kann. Man kann für niemanden die Hand ins Feuer legen. Mit meinen Kindern habe ich ein Programm gemacht, in dem sie lernten, ihre Meinung und Ängste zu artikulieren. Kinder müssen wissen, welche Rechte sie haben. Das und der richtige Umgang mit dem Internet muss an Schulen gelehrt werden.

Die deutsche Ex-"Innocence in Danger"-Präsidentin Stephanie zu Guttenberg sorgte für Aufsehen, weil sie mit einem TV-Format ohne polizeiliche Vollmacht Täter verfolgte und stellte. Wie stehen Sie zu solchen Aktionen?

Ich würde nie etwas machen, das an der Justiz vorbeigeht. Aber ganz persönlich, als Mutter, verstehe ich, wenn jemand zum Schutz eines Kindes Grenzen überschreitet. Der Täterschutz ist zweifelsohne zum Teil übertrieben.

Wie lassen sich fünf Kinder und Ihre großen Vorhaben mit dem Verein vereinbaren?
Langweilig wird mir nicht (lacht). Mein Tag fängt um 6.15 Uhr an und hört um 22.30 Uhr auf. Wie es aussieht, werde ich unseren Sohn in Wien zur Welt bringen, somit kann ich bis zuletzt das Büro aufbauen. Danach werde ich wohl eine Zeit lang flach liegen, da ich meinen fünften Kaiserschnitt bekomme. Aber ich bin eine gute Organisatorin – und eine Kämpferin.

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