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Ski Alpin
10/07/2019

Weihnachten wird für die Skistars heuer zum "Eiligen Abend"

Das Programm ist so dicht, dass viele Abfahrer zu Weihnachten nur einige Stunden daheim sein können.

von Christoph Geiler

Die Rennläufer aus Übersee sind es bereits gewohnt, dass sie Weihnachten fern der Heimat und ihrer Familien feiern müssen. Der dichte Terminkalender im Ski-Weltcup erlaubt es den Sportler nicht, zur Bescherung nach Nordamerika zu reisen.

Nicht von ungefähr hatten und haben etliche Läufer ihren Wohnsitz deshalb überhaupt gleich nach Mitteleuropa verlegt: Aksel Lund Svindal wohnte in Mutters bei Innsbruck, sein norwegischer Landsmann Henrik Kristoffersen verbringt im Winter viel Zeit in Salzburg, um sich die Reisestrapazen zu ersparen.

In diesem Winter wird es aber selbst für die Läufer, die in der Alpenregion daheim sind, extrem stressig. Der Heilige Abend wird vor allem für die Allrounder und Speedspezialisten zum Eiligen Abend. Schuld daran ist das Programm, das die FIS den Athleten rund um die besinnlichste Zeit des Jahres aufgehalst hat.

So reisen die Abfahrer am 17.Dezember nach Gröden, um dort erst die Trainings und dann den Super-G (20.12.) und die klassische Abfahrt auf der Saslong (21.12.) zu bestreiten. Für jene Athleten, die sich auch im Gesamtweltcup Chancen ausrechnen, geht es weiter über das Grödnerjoch zum Riesentorlauf-Klassiker nach Alta Badia (22.12.). Dort steht dann am 23.Dezember am frühen Abend auch noch ein Parallel-Bewerb auf dem Programm.

Und als wären das nicht schon Strapazen genug, beschloss der Ski-Weltverband bei seinem traditionellen Herbstmeeting auch noch die Einführung einer Qualifikation. Somit müssen die Sportler am Vormittag zwei zusätzliche Läufe absolvieren.

Mit Ausnahme der italienischen Läufer und einiger österreichischer Athleten werden alle Teilnehmer des Parallel-Rennens erst im Laufe des 24.Dezembers wieder daheim sein. Allerdings nur für wenige Stunden, denn die Speed-Spezialisten sind schon am Christtag wieder auf Achse. Am Vormittag des 26.Dezembers findet in Bormio das erste Abfahrtstraining statt.