Alpine Skiing World Cup Garmisch Partenkirchen

┬ę EPA / Philipp Guelland

Sport Wintersport

Kein Super-G in Garmisch, WM ohne Sofia Goggia

Das Rennen wurde auf Montag verschoben. Abfahrtsdominatorin Sofia Goggia erlitt einen Schienbeinkopfbruch

01/31/2021, 09:22 PM

Der zweite Damen-Super-G im alpinen Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen in dieser Saison soll am Montag (10.50 Uhr/live ORF 1) stattfinden. Nebel im unteren Teil der Kandahar-Piste verhinderte am Sonntag die Durchf├╝hrung des Rennens. Von 11.00 Uhr wurde die Startzeit zun├Ąchst um halbe Stunde, dann auf 13.30 Uhr nach hinten verlegt. Kurz nach 13.00 Uhr entschied die Jury mit dem lokalen Organisationskomitee jedoch, das letzte Rennen vor der WM um einen Tag zu verschieben.

"Nach dem Eishang sieht man einfach nichts, das w├Ąre einfach viel zu gef├Ąhrlich", meinte der aus Garmisch stammende Ex-Rennl├Ąufer und TV-Experte Felix Neureuther am Vormittag im ORF. Als "unfahrbar" bezeichnete auch ├ľSV-Rennsportleiter Christian Mitter die Verh├Ąltnisse. "Es w├Ąre gegangen von der Piste her, die Sicht war einfach zu schlecht." Man werde "jetzt ins Hotel zur├╝ckfahren und uns noch einmal neu konzentrieren. Der Lauf bleibt der gleiche, ausgelost wird noch einmal neu um f├╝nf Uhr. Dann schauen wir, dass wir es morgen hinbringen." Hinsichtlich des Wetters gab sich Mitter optimistisch.

Rennen der letzten Chance

Am Vortag hatte die Schweizerin Lara Gut-Behrami den ersten Garmisch-Super-G gewonnen, sie strebt nun am Montag den vierten Sieg in Folge in dieser Disziplin an. Die Tessinerin hat nicht nur die Chance auf ihren 30. Weltcup-Sieg, sie k├Ânnte theoretisch auch den Gewinn der Disziplinwertung vorzeitig sicherstellen. Nach vier von sieben Rennen f├╝hrt sie im Klassement mit 140 Punkten Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Corinne Suter. Beste ├ľsterreicherin war am Samstag Christine Scheyer als F├╝nfte.

W├Ąhrend damit die Vorarlbergerin und die derzeitige Speed-Galionsfigur Tamara Tippler gute Karten f├╝r einen Startplatz im WM-Super-G in Cortina d'Ampezzo haben, wartet auf zahlreiche andere aus dem ├ľSV-Stall ein Rennen der letzten Chance. "F├╝r mich ist es wichtig, dass man Leute mitnimmt, die aufs Podium fahren k├Ânnen", stellte Mitter prinzipiell klar. "Jede kann sich selbst aufstellen. Jede hat es selber in der Hand."

Die genaue Aufteilung der Pl├Ątze auf M├Ąnner und Frauen im 24 Personen starken ├ľSV-Aufgebot stehe noch nicht fest, auch deswegen wollte der Steirer nicht zu viel von seinen ├ťberlegungen preisgeben. "Die Herren haben es ein bisschen schwieriger, weil die haben ja noch ein Wochenende (in Garmisch-Partenkirchen; Anm.) vor der WM. Wir haben morgen unser letztes Rennen", sagte Mitter. Danach werde sich das Trainerteam einmal "einen ├ťberblick" verschaffen. Erster WM-Bewerb ist schon am Montag, 8. Februar, die Damen-Kombination.

WM ohne Sofia Goggia

Mit tiefen Sorgenfalten verlie├č Sofia Goggia Garmisch-Partenkirchen noch am Sonntagnachmittag: Die italienische F├╝hrende im Abfahrtsweltcup st├╝rzte nach der Absage auf dem Weg ins Tal. Die Olympiasiegerin in der Abfahrt von 2018 erlitt einen Schienbeinkopfbruch, wie lange sie ausf├Ąllt, ist offen. Die WM ist f├╝r die Bergamaskerin jedenfalls gelaufen.

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