Alpine Skiing World Cup in Garmisch-Partenkirchen

© EPA / PHILIPP GUELLAND

Sport Wintersport
09/01/2020

"Unausweichlich": Deutscher Ski-Star beendet ihre Karriere

Die 30-jährige Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg könne dem Anspruch "um Siege mitzufahren" nicht mehr gerecht werden.

Die deutsche Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg beendet völlig unerwartet ihre aktive Karriere - mit sofortiger Wirkung. Das teilte die 30-Jährige, jahrelang die beste Alpin-Sportlerin des Deutschen Skiverbandes (DSV), am Dienstag rund eineinhalb Monate vor dem geplanten Weltcup-Auftakt in Sölden mit.

"Es ist definitiv keine leichte Entscheidung", so Rebensburg, "Aber ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr mein Top-Niveau erreichen kann." Ihr Anspruch sei es immer gewesen, um Siege mitzufahren, dem könne sie "aber jetzt nicht mehr gerecht werden. Und deswegen war es für mich zwar schwer, aber unausweichlich, diese Entscheidung zu treffen."

Für den DSV ist der Rücktritt seiner mit Abstand erfolgreichsten Athletin ein herber Dämpfer vor der WM-Saison. Vor Rebensburg hatten auch Veronique Hronek, Christina Ackermann, Dominik Stehle und Fritz Dopfer die Karriere nach der vergangenen Saison beendet.

Deutsches Aushängeschild

Rebensburg war seit ihrem Gold-Triumph bei den Winterspielen von Vancouver 2010 eine der weltweit besten Skirennfahrerinnen und nach dem Karriereende von Maria Höfl-Riesch 2014 das alpine Aushängeschild in Deutschland. Sie gewann 19 Weltcup-Rennen in Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt und ist damit in der ewigen deutschen Bestenliste Vierte hinter Katja Seizinger (36), Höfl-Riesch (27) und Hilde Gerg (20).

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Zudem holte sie in ihrer Paradedisziplin Riesentorlauf zweimal WM-Silber (Vancouver 2015, Are 2019) und drei kleine Weltcup-Kristallkugeln als Disziplin-Beste (2011, 2012, 2018). Rebensburg hatte in den vergangenen Jahren mehrfach gesagt, dass sie nur solange weitermache, wie sie gesund und unverletzt sei, Spaß am Rennsport habe und konkurrenzfähig sei.

Ihr letzten beiden Rennen waren die Heim-Events im Februar in Garmisch-Partenkirchen. Nachdem sie die Abfahrt gewonnen und damit ihren ersten Weltcupsieg in der Königsdisziplin gefeiert hatte, stürzte sie im Super-G und musste ihre Saison wegen einer Knieverletzung vorzeitig beenden. "Mit der Erinnerung an mein letztes Rennwochenende in Garmisch und dem Sieg bei der Abfahrt, ist es ein schöner Zeitpunkt die Wintersportbühne zu verlassen", schrieb Rebensburg nun.

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