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Sport Wintersport
01/14/2022

Top in Europa: Wie die Capitals die Festung Kagran verteidigen

Die Capitals erhalten in Wien nur 1,73 Tore. Lediglich acht Teams in Europa sind in der eigenen Halle defensiv noch besser.

von Peter Karlik

Wenn die Vienna Capitals am Freitag HCB Südtirol empfangen, dann haben sie eine eindrucksvolle Bilanz vorzuweisen. Erstens gewinnen die Wiener 80 Prozent ihrer Heimspiele und sind damit an der Spitze der ICE Hockey League, aber das Zweitens ist noch interessanter: In den 15 Partien in Kagran bekamen die Capitals nur 26 Gegentore. Das macht einen Schnitt von 1,73. Das ist international ein Spitzenwert. In Europa liegen die Wiener mit diesem Wert auf Rang neun. Zum Vergleich: Nummer eins ist Bruleurs aus der französischen Liga mit 1,462. Aus der Schweiz ist das beste Team Davos mit 1,889, in Deutschland ist es Mannheim mit 2,167.

FĂĽr Capitals-Coach Dave Barr hat die Heimstärke verschiedene GrĂĽnde: „Meine Spieler schaffen es bestmöglich, unseren Gegnern ihre jeweiligen Stärken zu nehmen und den Puck aus dem Gefahrenbereich zu halten. Und dann ist da noch die TorhĂĽterleistung.“ 

Aufopferung und ZermĂĽrbung

FĂĽr erfolgreiches Verteidigen ist enormer Einsatz notwendig,  oder Aufopferung, wie es Barr sagt. "Verteidigung ist harte Arbeit, ein Aufopfern von allem was dir zur VerfĂĽgung steht. Dass wir defensiv – auch im europäischen Vergleich – so gut dastehen, liegt zu einem groĂźen Teil auch an unseren geblockten SchĂĽssen. Wenn ein Gegner eine gute Chance vorfindet und du blockst diesen Schuss, dann zermĂĽrbst du ihn auch mental."

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Das macht die Wiener vor allem in Unterzahl so stark. In 84,11 Prozent der Unterzahlspiele überstehen die Capitals ohne Gegentor. "Nicht selten haben wir zu Hause über unser starkes Penalty Killing in brenzligen Situationen das Momentum übernommen und so Spiele entschieden", erklärt Dave Barr.

Auswärts 3,1 Gegentore

Warum es dann auswärts mit einem Gegentorschnitt von 3,1 nicht so gut funktioniere? „Manchmal sind es schwere Beine nach der Busfahrt, oder oder du bist im Kopf nicht zu einhundert Prozent bereit. Das soll aber keine Ausrede sein. Wir arbeiten intensiv an unserem Spiel in den ersten fĂĽnf Minuten eines Auswärtsspiels. Sei es schnell die FĂĽhrung zu ĂĽbernehmen oder dich einfach im Spiel zu halten – diese Phase ist oft sehr entscheidend." Ob die Arbeit gefruchtet hat, werden die Capitals erst in einer Woche am Freitag sehen, wenn sie in Ljubljana gastieren. 

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