Ski-Stars als Cobra-Männer im Einsatz

Sogar eine Geisel mussten Reichelt, Schörghofer & Co in Innsbruck befreien.

Die Herren der ÖSV-Riesentorlauf und Kombi-Truppe tauschten am Donnerstag den Rennanzug gegen die Cobra-Kampfmontur und absolvierten in Innsbruck ein Training mit den Cobra-Leuten des Stützpunktes West. Drei schweißtreibende und Mut erfordernde Stationen mussten die sechs ÖSV-Fahrer Philipp Schörghofer, Hannes Reichelt, Christoph Nösig, Bernhard Graf, Björn Sieber und Matthias Mayer absolvieren. Los ging es mit dem "Sechser-Test" mit Liegestützen, Klimmzügen und Hindernis-Parcours bei dem die allgemeine Kondition der Polizisten überprüft wird. Anschließend mussten sie über einen Zitterbalken gehen und sich an einer 15 Meter hohen Hauswand Kopf voraus abseilen. Unser Bild zeigt Philipp Schörghofer. Zum Abschluss gab es noch einen Cobra-Einsatz in voller Montur, die immerhin rund 30 Kilogramm wiegt. Dabei wurde eine Geiselbefreiung simuliert. "Unheimlich anstrengend", schnaufte Reichelt, "und das Abseilen Kopf voraus erfordert schon Mut und Überwindung. Man stößt an seine Grenzen, wie beim Skifahren, das bringt immer was." Eingefädelt hat das Spezialtraining Markus Plattner, der seit Sommer der neue Konditionstrainer in der RTL- und Kombigruppe von Andreas Puelacher ist. Plattner ist im Hauptberuf Konditionstrainer der Cobra in Innsbruck und wurde vom Innenministerium für die ÖSV-Einheiten freigestellt. "Das Training unter Plattner ist hart. Es geht auch sehr militärisch zu", schildert Schörghofer. "Auf kurzem Amtswege entstand diese Kooperation", freute sich ÖSV-Direktor Hans Pum, "uns verbindet mit der Cobra sehr viel. Wir sind für Österreich im Einsatz. Und gerade im Hinblick auf die alpine WM in Schladming ist die Cobra wichtig." Benjamin Raich, Marcel Hirscher und Romed Baumann fehlten bei diesem Einsatz. "Raich liegt mit seiner Rehabilitation voll im Plan. Er ist derzeit viel beim Skifahren, baut seine Kondition und Technik neu auf", berichtete ÖSV-Herren-Chef Mathias Berthold. Ob es sich schon für einen Einsatz in Sölden ausgeht, ließ er jedoch offen: "Starten wird er nur, wenn er auch realistische Chancen hat."
(KURIER.at / jos) Erstellt am
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