© APA/BARBARA GINDL / BARBARA GINDL

Sport | Wintersport
01/13/2019

Veith über erneutes Comeback: "Natürlich ist es möglich"

"Werde meinem Körper alle Zeit geben", sagt die 29-Jährige, die am Montag aus dem Spital entlassen wird.

Ski-Star Anna Veith hat sich am Tag nach einer erneuten Kreuzband-Operation in der Privatklinik Hochrum vorsichtig optimistisch gegeben. "Ich brauche jetzt einfach Zeit zum Gesundwerden und werde Schritt für Schritt daran arbeiten, wieder fit zu werden", sagte die 29-Jährige, die schon zweimal nach schweren Verletzungen zurückgekämpft hatte. "Natürlich ist es möglich, dass ich das wieder schaffe".

Veith hatte sich am Samstag beim Riesentorlauf-Training in Pozza di Fassa einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen. Es war bereits die dritte gravierende Knieverletzung in ihrer Karriere.

Die Operation sei gut verlaufen, ließ der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Sonntag in einer Aussendung wissen. Die Voraussetzungen, das rechte Knie wieder voll belasten zu können sind laut dem behandelten Arzt Christian Hoser sehr gut. Veith werde das Krankenhaus bereits am Montag verlassen und dann "in Ruhe ihre Reha starten".

"Die Diagnose war natürlich ein Schock. Ich bin froh, dass die Operation optimal verlaufen ist und ich hier durch das Team von Dr. Hoser perfekt betreut werde", meinte Veith. "Das Wichtigste ist jetzt für mich, in Ruhe gesund zu werden. Ich werde meinem Körper alle Zeit geben, die er dafür braucht."

Die verletzten ÖSV-Damen im Winter 2018/'19:

In den letzten Wochen vor der WM waren Cheftrainer Jürgen Kriechbaum (Damen) und Andreas Puelacher (Herren) doch zum Improvisieren gezwungen. Bei den Herren muss der zweifache Saisonsieger Max Franz (Fersenbruch) passen. Kriechbaum verlor...

... Anna Veith: Kreuzbandriss rechts beim RTL-Training am 12. Jänner in Pozza di Fassa

Elisabeth Kappaurer: Schien- und Wadenbeinbruch linker Unterschenkel beim RTL-Training in Saas Fee (Schweiz) Ende September  

Sabrina Maier: Schien- und Wadenbeinbruch bei Speed-Training Mitte November in Copper Mountain (USA)

Christine Scheyer: Kreuzband- und Innenmeniskusriss im rechten Knie sowie Impressionsfraktur des Oberschenkels, erlitten am 2. Dezember im Super-G von Lake Louise

Cornelia Hütter: Knorpelfraktur an rechter Oberschenkelrolle, erlitten am 2. Dezember im Super-G von Lake Louise. 5 Wochen Pause

Katharina Gallhuber: Riss vorderes Kreuzband und Innenmeniskusriss im rechten Knie am 14. Dezember beim Slalom-Training auf dem Semmering

Rosina Schneeberger: Außenknöchelfraktur und Operation nach Sturz bei Europacuprennen in Zauchensee im Dezember und acht Wochen Pause  

Stephanie Brunner: Kreuzband- und Innenmeniskusriss links beim RTL-Training am 11. Jänner in Pozza di Fassa  

"Das was passiert ist, war einfach Pech"

Die Bedingungen in Pozza die Fassa, wo zuvor auch Riesentorlauf-Spezialistin Stephanie Brunner im Training einen Kreuzbandriss erlitten hatte, seien nicht einfach gewesen, erläuterte Veith. "Das was passiert ist, war einfach Pech. Ich bin sehr direkt auf ein Tor zugefahren, musste leicht korrigieren und habe dann einen Schlag abgekriegt, wurde hinten reingedrückt und habe gleich gespürt, dass etwas mit dem Knie nicht stimmt."

Es gebe nichts, was ihr Team an dem Tag anders hätte machen können, wodurch sie sich die Verletzung erspart hätte. "Wir haben sehr gut am Setup gearbeitet, ich habe weitere Fortschritte gemacht und richtig Vertrauen aufgebaut", erklärte Veith. "Um im Riesenslalom voran zu kommen, muss man einfach am Limit trainieren."

Ihre nächsten Schritte werde die zweifache Gesamtweltcup-Siegerin und Gewinnerin von 15 Weltcup-Rennen "in aller Ruhe auf mich zukommen lassen", kündigte Veith an. "Schließlich weiß ich ja, was es heißt sich zurück zu kämpfen und es ist mir ja auch schon zweimal richtig gut gelungen."