Olympia-Abfahrt: Johnson holt bei Vonn-Drama Gold

Breezy Johnson
Freud und Leid im US-Team: Breezy Johnson fuhr in der Olympia-Abfahrt zu Gold, Lindsey Vonn landete im Krankenhaus. Cornelia Hütter wurde Vierte.

Seit 2010 (Bronze durch Elisabeth Görgl) warten die ÖSV-Abfahrerinnen auf eine Olympia-Medaille in der Abfahrt. Und das Warten geht weiter. In Cortina machte es die US-Amerikanerin Breezy Johnson dem Schweizer Franjo von Allmen nach und holte sich nach dem WM-Titel 2025 auch Olympia-Gold 2026. Sie setzte sich knapp vor der Deutschen Emma Aicher durch. Bronze schnappte sich Sofia Goggia, die Cornelia Hütter noch vom Podest verdrängte. Die Steirerin wurde als beste Österreicherin Vierte, 27 Hundertstel fehlten auf Bronze. Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz von Lindsey Vonn, die mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Die 30-Jährige Johnson gelang mit Startnummer sechs ein Traumlauf, an ihrer Zeit sollten sich alle Konkurrentinnen die Zähne ausbeißen. Einzig Aicher kam beinahe an sie heran, der Deutschen fehlten am Ende nur vier Hundertstel auf Gold. Johnson darf jetzt endgültig als Spezialistin für große Rennen bezeichnet werden. Während sie im Weltcup noch keinen Sieg einfahren konnte, hat sie nach WM-Gold in Saalbach 2025 jetzt auch Olympia-Gold in der Tasche.

Cornelia Hütter

Cornelia Hütter

Das Rennen musste nach dem schweren Sturz von Vonn unterbrochen werden. Nach der langen Pause eröffnete Mirjam Puchner das Rennen neu - keine leichte Aufgabe. Die Salzburgerin hatte mit den Medaillenrängen nichts zu tun, belegte am Schluss Rang elf. Nach ihr raste Goggia noch aufs Podest, als letzte ÖSV-Hoffnung ging Nina Ortlieb auf die Strecke. Die Vorarlbergerin kam aber nicht ins Ziel. Sie stürzte, blieb aber unverletzt und konnte selbst ins Tal fahren. Ariane Rädler wurde Achte.

Hütter haderte im Ziel: „Um die Bronzene hätte ich mich, glaube ich, mit der Sofia schon duellieren können, das tut weh. Ich habe einen Fehler gemacht - meine Schuld“, sagte sie enttäuscht.

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