ÖSV-Ass macht Schluss: "An Grenzen meiner finanziellen Belastbarkeit gebracht"

Ein Skilangläufer mit Startnummer 1 in Holmenkollen trägt eine Mütze mit "claro"-Aufschrift.
ÖSV-Kombinierer Mario Seidl hat sein Karriereende angekündigt. Der Salzburger hatte erst vor Kurzem nach einer Doping-Causa sein Comeback gefeiert.

Der nordische Kombinierer Mario Seidl hat sein nahendes Karriereende angekündigt. Die Weltcup-Wettkämpfe in Seefeld (30. Jänner bis 1. Februar) werden seine letzten als professioneller Athlet sein, schrieb der 33-Jährige am Montag auf Instagram. Er verlasse "selbstbestimmt und mit erhobenem Haupt" die große Bühne des Spitzensports, so der Salzburger. Seidl hatte im November in Ruka sein Comeback im Weltcup gegeben, nachdem er davor wegen Blutdopings rückwirkend gesperrt war.

Für Seidl war es der erste Weltcup-Einsatz seit Anfang März 2024. Davor wurde er für den Zeitraum von 28. November 2019 bis 27. November 2023 gesperrt. Die auffälligen Blutwerte führt er auf eine Immunerkrankung zurück, das vom Internationalen Sportgerichtshof CAS gefällte Urteil nach jahrelangen Ermittlungen bezeichnet er als Fehlurteil.

"Kampf gegen mich und meine medizinische Situation"

"Hinter mir liegen viele Jahre voller Hingabe, Disziplin und Leidenschaft - geprägt von größten Glücksmomenten, aber auch gleichzeitig von fatalen Verletzungen, harten Comebacks, intensiven Herausforderungen und auch einem jahrelangen rechtlichen Kampf gegen mich und meine medizinische Situation, der mich bis an die Grenzen meiner psychischen, aber auch finanziellen Belastbarkeit gebracht hat", schrieb Seidl am Montag.

Er habe in den vergangenen Wochen und Monaten gemerkt, dass Körper und Geist nicht mehr in der Lage sind, den Trainingsumfang zu bewältigen, den es braucht, um an der Weltspitze mitmischen zu können. Seidl hofft beim Nordic Triple in Seefeld nun auf eine gute Performance, um sich noch einen Traum zu erfüllen und beim Skifliegen "am legendären Kulm" an den Start zu gehen.

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