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Sport Wintersport
11/17/2019

Las-Vegas-Boss McPhee über die NHL und die Vienna Capitals

Der Kanadier ist einer der angesehensten Manager in der NHL. Er machte aus den Golden Knights einen Top-Klub.

von Peter Karlik

Eine Woche lang durften Mitarbeiter der spusu Vienna Capitals bei ihrem Kooperationsteam in der National Hockey League, Las Vegas Golden Knights, hospitieren. Die enorme Hilfsbereitschaft beim jüngsten Klub der NHL führte auch dazu, dass George McPhee der Presse aus Österreich eines seiner sehr seltenen Interviews gab.

Der 61-jährige Kanadier war 17 Jahre lang General Manager der Washington Capitals und wurde 2016 zum ersten General Manager der Las Vegas Golden Knights. Seit Mai 2019 ist er als „President of Hockey Operations“ der oberste Chef im sportlichen Bereich der Golden Knights.

KURIER: Was dachten Sie, als Sie erstmals von der Idee „Eishockey in Las Vegas“ hörten?

George McPhee: Ich hoffte, dass es passieren wird, weil ich einen Job brauchte (lächelt; Anm.). Es war eine sehr gute Entscheidung der Liga. Las Vegas ist eine weltweite Marke. Diese Stadt hat 42 Millionen Touristen jedes Jahr. Was wir jetzt wissen: Wenn am Strip eine Show ist, dann hat diese 94 Prozent Touristen als Gäste. Bei den Golden Knights sind mehr als 90 Prozent der Zuschauer Einheimische.

Der Start mit dem Finaleinzug in der Debüt-Saison 2018 hat die Erwartungen in die Höhe geschraubt …

Es war sehr wichtig, dass wir uns gut präsentierten, weil Las Vegas kein traditioneller Eishockey-Markt war. Wir wussten nicht, ob Eishockey hier funktioniert. Unser Eigentümer machte ein riesiges Investment und wir hofften, dass es funktioniert. So wie wir im ersten Jahr gespielt haben, haben wir viele in den Bann unserer Sportart gezogen. Wenn du viel gewinnst, dann wird aus dem Gelegenheitsfan auch ein wirklich engagierter Fan.

Wann kann ein Klub wie Las Vegas sagen, es war eine erfolgreiche Saison?

Als jemand, der aus dem Sport-Management kommt, sage ich, es geht um die Play-offs und die Chance, um den Stanley Cup zu kämpfen. Wir waren jetzt zweimal in Folge in den Play-offs. Wir kämpfen in dieser Saison, dass wir es wieder schaffen. Aber die Leute aus der Business-Abteilung haben sicher noch andere Erfolgsfaktoren.

Welche Schritte zur Verbesserung sind noch möglich?

Auf der geschäftlichen Seite sind wir schon sehr gut. Wir haben neue Wege beschritten, um dort erfolgreich zu sein. Im Sport versuchen wir jetzt, jüngere Spieler ins Team zu bekommen. Wir haben erstmals zwei Rookies im Lineup. In den ersten beiden Jahren hatten wir gar keine. Wenn du in der NHL ein gutes Team haben willst, musst du einen guten Konkurrenzkampf haben. Du solltest jedes Jahr einen oder zwei Rookies einbauen. Wenn die alten Spieler zu alt oder zu teuer werden, dann sollten Junge nachkommen.

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Wird sich für die Knights irgendwas ändern, wenn mit den Raiders 2020 Football nach Vegas kommt?

Ich denke nicht. Die NFL-Teams haben nur acht Heimspiele in einer Saison. Ich glaube, die Stadt ist groß genug, um beide Teams zu unterstützen. Und wir sind bereits etabliert. Wir haben einen guten Job gemacht, um unsere Marke zu etablieren. Es wird uns keine Probleme machen, Tickets zu verkaufen. Die Nachfrage ist groß genug.

Ist eine Partnerschaft wie jene der Golden Knights mit den Vienna Capitals ein Vorbild, um die NHL dem Rest der Eishockey-Welt näher zu bringen?

Ich weiß nicht, ob das für jedes Team funktionieren würde. Aber auf jeden Fall tut es das für uns und die Vienna Capitals. Wir haben eine wirklich gute Beziehung. Wir tauschen Information aus. Es ist gut für uns, einen Klub auf der anderen Seite der Welt zu haben, der einige Dinge anders oder auch ähnlich macht und von dem man auch lernen kann. Es ist eine wirklich gute Arbeitsbeziehung für beide Klubs.

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