FIS Ski Jumping World Cup in Klingenthal

© EPA / CLEMENS BILAN

Sport Wintersport
02/06/2021

Klingenthal: Granerud holt neunten Saisonsieg, Debakel für ÖSV

Der Norweger markierte in beiden Durchgängen die Bestweite. Bester Österreicher war Aschenwald auf Platz 16.

Österreichs Skispringer sind am Samstag beim Weltcup in Klingenthal nicht in die Top 15 gekommen. Der Tiroler Philipp Aschenwald wurde im Ersatzbewerb für Sapporo nach Halbzeitrang 13 als ÖSV-Bester nur 16., seine Landsleute Thomas Lackner und Stefan Kraft 18. bzw. 19. Weltcup-Punkte gab es auch für Michael Hayböck und Jan Hörl als 24. bzw. 27. Daniel Huber hatte die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst. Es gewann Saisondominator Halvor Egner Granerud.

Der Norweger agierte bei seinem neunten Saisonsieg mit 140,5 und 141,5 m souverän und wies letztlich 12,6 Punkte Vorsprung auf dem zweitplatzierten Polen Kamil Stoch auf. Weitere 0,8 Zähler dahinter kam der Slowene Bor Pavlovic auf seinen ersten Weltcup-Podestplatz. Bei leichtem Schneefall herrschten durchaus faire Bedingungen. Für Sonntag (14.30 Uhr, live ORF 1) ist ein weiterer Bewerb angesetzt, es ist mehr Wind angesagt. Im Weltcup hat Leader Granerud schon 389 Punkte Vorsprung.

Das lange Warten auf einen Einzelsieg

Österreichs bisher letzter Weltcup-Einzelsieg liegt schon fast ein Jahr zurück, am 28. Februar 2020 hatte Kraft in Lahti triumphiert. Im Countdown für die Oberstdorf-WM bilanzieren die ÖSV-Athleten in dieser Saison weiterhin mit nur drei Einzel-Podestplatzierungen. Um den angestrebten Erfolg noch vor der Jahresfrist zu erreichen, stehen neben dem Sonntag-Bewerb noch die Weltcup-Stationen in Zakopane und Rasnov zur Verfügung. Der WM-Auftakt für die Männer ist für 27. Februar geplant.

Aschenwald hatte auf Granerud ein Minus von 50,8 Punkten, war mit seinen Sprüngen aber zufrieden: "Leider ist es noch nicht belohnt worden. Man hat heute das nötige Glück gebraucht, weil der Anlauf am Limit war." Der 25-Jährige hoffte für Sonntag für die rot-weiß-rote Equipe auf mehr Glück und richtig weite Sprünge. Die hatte für seine Verhältnisse Lackner. Als 29. noch in die Entscheidung gekommen, machte er elf Ränge gut: "Ich bin happy, dass ich das umsetzen konnte, was ich mir vorgenommen habe."

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