Die Tirolerin Chiara Mair ist erst 22 Jahre alt. 

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Sport | Wintersport
01/07/2019

Der Ansturm auf den WM-Ticketschalter

Hinter den Arrivierten drängen mehr und mehr Talente nach. Einige Prüfungen stehen noch an.

Ein wenig fühlte man sich am Sonntag an den 19. Februar 2017 erinnert: Beim WM-Slalom in St. Moritz waren letztmals drei Österreicher bei Halbzeit auf den ersten drei Plätzen. Marcel Hirscher lag vor Marco Schwarz und Michael Matt.

Das starke Mannschaftsergebnis von Zagreb ist auch ein Fingerzeig für das letzte WM-Rennen im Februar. Dann wird im schwedischen Åre um Medaillen gefahren, und dank des persönlichen Startrechts von Titelverteidiger Hirscher umfasst das Aufgebot fünf Herren. Neben dem erfolgreichsten Alpinen der österreichischen Skigeschichte sollten auch Matt, Schwarz und Manuel Feller gesetzt sein. Um den letzten Platz raufen Christian Hirschbühl und Marc Digruber, wobei der Vorarlberger am Sonntag seine Position gegenüber dem ausgeschiedenen Niederösterreicher („Ich hab’ ein Blackout gehabt“) verbessert hat.

Bis es um die Medaillen geht, folgen noch vier Prüfungen im Stangenwald im Jänner, die nächste am Sonntag in Adelboden, sowie die Bewerbe in Wengen, Kitzbühel und Schladming – auch eine Chance für Johannes Strolz.

Ein Rennen im Rennen

Bei den Damen haben Katharina Liensberger und Bernadette Schild wohl ihr Ticket fix, auch für Katharina Truppe sieht es gut aus. Katharina Gallhubers Ausfall (Kreuzbandriss) allerdings eröffnet den nachrückenden Talenten Chancen auf WM-Tickets.

Können Chiara Mair und Franziska Gritsch ihre Leistungen vom Samstag-Rennen in Zagreb am Dienstag in Flachau (18 Uhr/20.45 Uhr, live ORFeins) bestätigen, haben die Trainer die Qual der Wahl – denn danach folgt bis zur WM nur noch ein Bewerb in Maribor (2. Februar).