Ski-Star Odermatt brillierte in Adelboden, Haaser bester ÖSV-Läufer

Ein Skirennläufer in rotem Anzug jubelt vor einer Zuschauermenge in Adelboden.
Odermatt begeisterte das Heimpublikum, während Stefan Brennsteiner ausfiel und das rote Trikot abgeben musste.

Marco Odermatt hat mit einer weiteren brillanten Vorstellung in Adelboden seine Fans im Riesentorlauf begeistert. Der Schweizer Ski-Star gewann bei Schneefall und dichter Bewölkung vor Lucas Pinheiro Braathen (BRA) und Leo Anguenot (FRA). Für den Schweizer war es der fünfte Sieg in Folge in Adelboden. Damit übertraf er Ski-Legende Ingemar Stenmark.

"Unglaublich, diese Stimmung. Hier im zweiten Lauf als Letzter mit Grün abschwingen zu können, das ist einfach cool", sagte Odermatt in einer ersten Reaktion im ORF. "Hier zum fünften Mal zu gewinnen ... Wir haben auf der Reiteralm sehr gut trainiert. Es ist nämlich sehr schwer, mit dem vielen Speed-Training auch im Riesentorlauf in Top-Form zu bleiben."

Braathen sprach von "Angst vor dem Schlusshang"

Ehrliche Worte fand Pinheiro Braathen: "Ich habe so viel Angst vor diesem Schlusshang", sagte er und sprach damit seinen fürchterlichen Sturz im Jahr 2021 an. "Ich habe einige Traumata. Deshalb bin ich wirklich stolz auf mich."

Für die Österreicher reichte es nicht für einen Top-Platz. Marco Schwarz war toll unterwegs, bei der Einfahrt in den Zielhang rutschte er aber an einem Tor vorbei. "Das Tor ist ein bisschen weggehängt und ich bin über den Innenski weggerutscht", erklärte der Kärntner. "Ich habe versucht zu attackieren. Aber davon kann ich mir nichts kaufen. Es tut schon sehr weh, aber morgen geht es weiter", sagte er - und sprach damit den Slalom am Sonntag in Adelboden an.

 Joshua Sturm fuhr im ersten Lauf mit Startnummer 33 auf Rang fünf. "Ich bin sehr froh, dass ich die Leistung vom Training einmal auch im Rennen gezeigt habe", sagte der 24-Jährige zwischen den Läufen. Im zweiten Durchgang fiel er allerdings auf 14. zurück.

Somit wurde Weltmeister Raphael Haaser der beste Österreicher in der Ergebnisliste. Der 28-Jährige kam auf Rang acht. "Mit dem Ergebnis kann ich ganz gut leben, vom Ergebnis ist etwas vorwärts gegangen", sagte Haaser, der auch am Materialsektor gearbeitet hatte. "Nur der Zeitrückstand macht mich etwas stutzig. Man hat heute instinktiv Ski fahren müssen."

Lukas Feurstein war nach Platz 21 enttäuscht: "Mit der Brechstange funktioniert es leider nicht. Mit so einem großen Fehler ist man leider chancenlos. Mir fehlt das Ergebnis, das mir Lockerheit und Selbstvertrauen bringt." Wie er sich verbessern könne? "Training, Training, Training. Damit im Rennen einmal der Knopf aufgeht."

Auf Stefan Brennsteiner lastet weiterhin der Adelboden-Fluch. Elfmal ist der 34-Jährige in Adelboden gestartet, nie war er besser als 13. (2023). Auch am Samstag lief kaum etwas. Im ersten Lauf machte er im Mittelteil einen schweren Fehler, im zweiten rutschte er weg und fiel aus. Das rote Trikot des Führenden in der Riesentorlauf-Wertung musste er an Marco Odermatt abgeben.

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