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Sport Wintersport
11/14/2019

25.000 Fans: Der Tournee-Auftakt in Oberstdorf ist ausverkauft

Für das erste Springen gibt's keine Karten mehr. In Österreich fliegen die Fans derzeit nicht so auf die Adler.

von Christoph Geiler

Mehr als ein Monat ist es noch hin bis zur 68. Auflage der Vierschanzentournee. Aber schon jetzt gibt es für das Auftaktspringen in Oberstdorf (29.Dezember) keine Karten mehr. Die 25.000 Tickets waren so begehrt, dass sie alle bereits im Vorverkauf an den Mann bzw. die Frau gebracht wurden.

Das unterstreicht den aktuellen Hype rund um die deutschen Skispringer, die in den letzten Wintern die einst übermächtigen Österreicher deutlich überflügelt haben. Bei der Nordischen WM zuletzt in Seefeld gewann Markus Eisenbichler auf der Großschanze, dazu gab es noch Gold für die deutsche Mannschaft.

Die Begeisterung in Deutschland erinnert ein wenig an den Skisprung-Boom, der seinerzeit auch hierzulande geherrscht hatte. In Zeiten der Superadler, in denen die Österreicher von 2009 bis 2015 sieben Mal in Folge den Tournee-Gesamtsieger gestellt hatten, flogen die Fans auf die ÖSV-Adler und sorgten bei den Heimbewerben regelmäßig für volle Arenen.

Mittlerweile scheint das große Interesse verflogen. Das wurde nicht zuletzt bei der Nordischen WM deutlich, als die Großschanzen-Bewerbe in Innsbruck überraschenderweise nicht ausverkauft waren. Auch bei der letzten Vierschanzentournee gab es am Bergisel viele freie Plätze.