Wie eine Richterin aus Wien zur Anti-Doping-Expertin beim CAS wurde

SWITZERLAND-SPORTS-JUSTICE-DOPING
Beim obersten internationalen Schiedsgericht in Fragen des Sports entscheiden 300 Juristen aus 90 Ländern – auch Österreicher sind dabei.

Der CAS ist das oberste internationale Schiedsgericht in Fragen des Sports. Rund 300 Richter und Richterinnen aus fast 90 Ländern der Welt entscheiden bei diesem Gerichtshof. In den letzten Jahren traf dort nur eine österreichische Richterin Entscheidungen, Martina Spreitzer-Kropiunik ist Spezialistin im Bereich Anti-Doping. Vor Kurzem wurde auch ein österreichischer Jurist in die Richterliste des CAS aufgenommen.

Die Fußballliste

Thomas Hollerer steht seit Juni auf der Liste der Richter für Fußballstreitigkeiten. In diesem Metier kennt sich der Generalsekretär des ÖFB aus, ist er doch beim europäischen Verband UEFA Teil des Berufungsgremiums und wurde von Kurzem mit 49 Jahren sogar Vize-Präsident des Appeals Body. Beim internationalen Fußballverband FIFA ist Hollerer Mitglied der Disziplinarkommission. In dieser Funktion ist er auch bei der Frauen-Weltmeisterschaft im Einsatz.

Danach muss er öfters nach Lausanne. In der französischsprachigen Schweiz hat das TAS, das „Tribunal Arbitral du Sport“, seinen Sitz. Dieses Gericht ist in der englischen Abkürzung seines Namens in der Sportwelt berühmt und manchmal berüchtigt – der CAS („Court of Arbitration for Sport“).

Die Berufungsinstanz

Ist eine Dopingsperre berechtigt? Lief ein Transfer regelkonform? Der CAS ist kein staatliches Gericht und fällt in der Regel keine erstinstanzlichen Urteile, sondern ist eine Berufungsinstanz.

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