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Sport
09/21/2019

Warum Rapid im Tivolistadion Heimvorteil genießt

Im Duell mit WSG Tirol spricht vieles für die Hütteldorfer. Didi Kühbauer hat die letzten drei Partien am Tivoli gewonnen.

von Christoph Geiler, Alexander Huber

Wenn Thomas Silberberger den Namen Rapid hört, dann stellen sich beim Trainer von WSG Tirol unverzüglich die Nackenhaare auf. Richtig „beschissene Erinnerungen“, habe er an seine Duelle mit dem Rekordmeister, berichtet der 46-Jährige.

In seinem allerletzten Bundesligaspiel, das der Tiroler für Austria Salzburg am „19. Mai 2001“ bestritt, Silberberger weiß das Datum auswendig, hatte er sich einen Achillessehnenriss zugezogen. Der Gegner: Rapid.

Nicht weniger schmerzhaft sind seine Erinnerungen an ein Match im Trikot des FC Tirol gegen Rapid im Frühjahr 1996. „Wenn Rapid in der letzten Minute nicht den Ausgleich zum 1:1 geschossen hätte, dann wären wir sieben Runden vor Schluss Tabellenführer gewesen“, erzählt Silberberger.

Der damalige Freistoßtorschütze war der heutige Rapid-Sportdirektor Zoran Barisic. Beim denkwürdigen 1:1 am Tivoli seinerzeit ebenfalls im Einsatz: Didi Kühbauer.

Kein Gegentor

Der aktuelle Rapid-Coach käme zwar nie auf die Idee, das Tivolistadion als sein Wohnzimmer zu bezeichnen, aber zuletzt war Innsbruck für ihn ein Ort mit hohem Wohlfühlfaktor. Als einzigem Coach war es Kühbauer letzte Saison gelungen, gleich drei Mal im EM-Stadion von 2008 zu gewinnen, sogar ohne Gegentor. 2:0 mit SKN St. Pölten, danach noch 1:0 und 2:0 als Rapid-Coach.

Vor der Premiere gegen Wattens plagt Kühbauer die Qual der Wahl. Nach zwei Siegen in Folge sollte keiner seinen Kaderplatz verlieren, also stiegen mit den wiedergenesenen Richard Strebinger und Mario Sonnleitner insgesamt 20 Rapidler (statt 18) in den Bus. Ob die Nr. 1 nach der Herz-OP auch wieder ins Tor darf, lässt Kühbauer ebenso wie weitere Rotationen vor dem Cup-Hit gegen Salzburg offen.

Kein Fan-Duell

Rein formal bestreiten die Rapidler heute ein Auswärtsspiel, aber zumindest akustisch werden die Hütteldorfer Heimvorteil genießen. Im Gegensatz zu Zweitligist Wacker Innsbruck hat Aufsteiger WSG Tirol keine organisierte Fanszene, Anfeuerungsrufe oder gar Gesänge sind bei Heimspielen des Liga-Neulings kaum einmal zu vernehmen.

„Uns muss es wieder gelingen, die Leute abzuholen und im Spiel mitzureißen“, weiß Thomas Silberberger und verweist auf das Auftaktmatch gegen die Austria (3:1). „Die Konstellation ist gegen Rapid eine ähnliche, sollten wir in diesem Match etwas holen, dann wären das Bonuspunkte.“ Der Rapidler Dejan Ljubicic fordert: „Wir müssen einfach so weitermachen wie zuletzt.“

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