Schwerer Sturz überschattet die 12. Etappe der Tour de France
Sieger Merlier: Der Mann mit den schnellsten Beinen.
Die 12. Etappe der Tour de France von der Rennstrecke in Magny-Cours nach Chalon-sur-Saône wurde wie erwartet etwas für die Männer mit den schnellen Beinen. Nach 179 vorwiegend flachen Kilometern setzte sich der Belgier Tim Merlier hauchdünn vor Olav Kooij (NED) und Jasper Philipsen (BEL) durch.
„Mein Kind und meine Frau gibt mir die nötige Extra-Motivation“, sagte Merlier beim Siegerinterview mit seinem Sohn an seiner Seite. „Es war gar nicht so leicht, da meine Funkverbindung nicht funktioniert hat. Aber ich bin ruhig geblieben. Ich hatte einfach einen guten Tag.“
Überschattet wurde der Sprint von einem schweren Sturz. Bei Geschwindigkeiten um die 60 km/h crashten einige Profis rund 300 Meter vor dem Ziel. Schlimm erwischt haben dürfte es den Kolumbianer Fernando Gaviria. Der 31-Jährige verletzte sich im Schulterbereich. Ob er die Tour fortsetzen kann, blieb vorerst offen.
Pogacar ungefährdet
An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Verschiebungen. Der überragende Slowene Tadej Pogacar führt weiterhin mit 3:36 Minuten Vorsprung auf den tapfer kämpfenden Jonas Vingegaard aus Dänemark.
Spektakulär könnte die Etappe am Freitag über mehr als 205 Kilometer von Dole nach Belfort werden. 25 Kilometer vor dem Ziel geht es über den Ballon d’Alsace (1.173 m), einen Berg im Süden der Vogesen. Es könnte ein Tag für einen Ausreißer oder eine kleine Gruppe werden – oder Pogacar schlägt wieder einmal gnadenlos zu.
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