Tischtennis: Der Umgang mit dem Missbrauch verstärkt die Kluft

Nach den Veröffentlichungen gibt es Vorwürfe von beiden Seiten, am Mittwoch ist Vorstandssitzung. Der Tischtennisverband versinkt im Chaos.
ÖTTV-Präsident Gotschke ist unter Druck

Die Landesverbände aus Wien, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Kärnten fordern die Ablöse von ÖTTV-Präsident Wolfgang Gotschke und -Vizepräsident Conrad Miller. Das Vertrauensverhältnis zwischen großen Teilen der Mitgliedsorganisationen und dem Führungsduo sei nachhaltig beschädigt, teilten die fünf Tischtennis-Landesverbände in einer gemeinsamen Erklärung mit. Deshalb habe man den Antrag auf Abhaltung einer außerordentlichen Generalversammlung zur Abwahl des Duos gestellt.

Die restlichen Landesverbände aus dem Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark und Vorarlberg hatten sich am Montag via ÖTTV-Aussendung hinter Gotschke und Miller gestellt und sich kritisch zum Rücktritt von Vizepräsidentin Liu Jia zu Wort gemeldet. Die Rücktrittsforderungen an das Spitzenduo seien ungerechtfertigt, man unterstütze vielmehr deren Forderung nach einer transparenten Aufarbeitung dieser Causa mit dem vom Vorstand eingesetzten Care- and Compliance-Ausschuss.

Gotschke und Miller stehen aufgrund ihres Umgangs mit der Aufklärung von Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen Nachwuchstrainer in der Kritik. In der von zahlreichen Medienberichten begleiteten Causa ist am Mittwoch eine ÖTTV-Vorstandssitzung angesetzt.

Wie Der Standard berichtete, habe sich ein für den Nachwuchs verantwortlicher Trainer zu jungen Spielerinnen ins Bett gelegt und mit ihnen über Sexspielzeuge gesprochen.

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