Herwig Straka verlässt das Team von Dominic Thiem.

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Analyse
06/02/2021

Straka-Aus und French-Open-Pleite: Warum Thiem einmal weg muss

Weg aus Alt Erlaa, weg aus Traiskirchen: Österreichs Tennis-Star sollte sich neu orientieren und den Sprung ins Ausland wagen.

von Harald Ottawa

Zwei Jahre war Herwig Straka als Manager und Medienbetreuer an der Seite von Dominic Thiem. Besser gesagt an der Seite der Familie Thiem. Nun warf er das Handtuch. Von beiden Seiten wird aber betont, dass der Absprung des Steirers, der 2019 Günter Bresnik gefolgt war, nicht mit den zuletzt desaströsen Leistungen zu tun hatte.

Nicht notwendig, dies zu tun, für die Leistung des Lichtenwörthers gab es viele Gründe, die Arbeit des Managers zählte nicht dazu. Vielmehr gab Straka bekannt, dass der Abgang eine Folge seiner vielen verschiedenen Engagements sei. „Die unterschiedlichen Tätigkeiten meiner Person sind in vielen Bereichen ein Vorteil, aber es war letztlich schwer möglich, alle Aktivitäten unter einen Hut zu bringen.“

Straka ist auch in der Chefetage der ATP tätig, er veranstaltet mit Partner Edwin Weindorfer zahlreiche Turniere wie die Erste Bank Open in Wien und auch den Daviscup. Straka überantwortet seine Aufgaben nun der Familie Thiem.

Neue Orientierung

Österreichs Tennis-Ass sollte sich neu orientieren.

Vor den French Open trainierte Thiem in der Tennishalle in Alt Erlaa, auf einem ganz anderen Sand als in Paris. Man kann durchaus sagen, dass kein Spieler so schlecht wie Thiem auf Paris vorbereitet war. Die Auftaktpleite gegen den Spanier Pablo Andujar ist auch dadurch zu erklären.

Thiem muss weg aus Alt Erlaa, weg aus Traiskirchen, wo sein Vater eine Akademie aufgebaut hat. Dort hat er kaum Trainingspartner. Der 27-Jährige sollte den Sprung ins Ausland wagen, und wenn er sich in der Nadal-Akademie auf Mallorca einmietet. Auch wenn Thiem äußerst heimatverbunden ist. Heimatverbundenheit ist aber in den meisten Fällen alles andere als der Karriere förderlich.

ERÖFFNUNG DER NEUEN ATC-AKADEMIE IN TRAISKIRCHEN: THIEM

Thiems Freund Dennis Novak ist bereits aus Traiskirchen ausgezogen und kehrte zu Günter Bresnik in die Südstadt zurück. Weitere Spieler dürften dem Beispiel folgen. Auch, weil in der Akademie Bresnik bessere Trainingspartner zur Verfügung stehen. Dass Dominic Thiem dem Beispiel von Novak folgt, ist nach den Schlammschlachten aber eher auszuschließen. Auch wenn Bresnik sagt: „Ich habe noch nie jemandem weggeschickt, der bei mir trainieren wollte.“

Tatsache ist, dass Thiem im September 28 wird. Einerseits hat er noch Zeit, andererseits ist er reif und intelligent genug, richtige Entscheidungen zu treffen.

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