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© APA/AFP/PAUL CROCK / PAUL CROCK

Sport Tennis
02/02/2021

ATP Cup: Thiem verpatzt den Auftakt, Niederlage gegen Italien

Österreichs Tennis-Star unterlag im Einzel und Doppel. Dafür gewann Novak unerwartet gegen Fognini.

Österreichs Tennis-Team der Herren hat am Dienstag zum Auftakt des ATP Cups in Melbourne gegen Italien eine 1:2-Niederlage bezogen. Den einen Punkt für Rot-Weiß-Rot holte eher unerwartet Dennis Novak mit einem 6:3,6:2-Erfolg gegen den Weltranglisten-17. Fabio Fognini. Dominic Thiem unterlag aber danach gegen einen stark aufgetretenen Matteo Berrettini 2:6,4:6. Letztlich verloren Novak/Thiem im Doppel gegen Berrettini/Fognini 1:6,4:6.

ATP Cup

In der Gruppe C spielt am Mittwoch Italien gegen Frankreich, die Franzosen sind am Donnerstag (0.00 Uhr, live ServusTV und Sky) Österreichs zweiter Gegner. Die Chancen auf den Aufstieg in das Halbfinale sind für Thiem und Co. nun schon sehr gering, denn nur der Sieger des Dreier-Pools kommt weiter. Bei einem Sieg der Italiener auch gegen Gael Monfils und Co. wäre die von Wolfgang Thiem betreute ÖTV-Crew also bereits vor der abschließenden Begegnung dieser Gruppe aus dem Rennen.

Thiem kam nicht auf Touren

Thiem hätte die Seinen zum Sieg führen sollen, der 27-Jährige wollte nur sechs Tage vor Beginn der Australian Open möglichst schnell auf Touren kommen. Das traf dann aber freilich auf seinen Gegner zu. Berrettini hatte zwar schon in der ersten Jänner-Hälfte beim Turnier von Antalya gespielt, die Sicherheit und Präzision der meisten seiner Schläge erstaunten aber. In der erst mit Fortdauer des Länderkampfs besser gefüllten "John Cain Arena" blieb Thiem so kaum eine Gelegenheit, sein Können zu entfalten.

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Nach je zwei souveränen Aufschlagspielen gelang Berrettini das Break zum 3:2, und ab da war er bis Mitte des zweiten Satzes nicht mehr zu halten. Insgesamt neun Games in Folge gingen an den Weltranglisten-Zehnten. Bei einem 1:4 Rückstand im zweiten Durchgang keimte bei den Thiem-Fans noch einmal Hoffnung auf, als US-Open-Gewinner Thiem per Lob zu einem Break kam. Doch danach ging nicht mehr viel, Berrettini servierte aus und ging im Head-to-Head mit 3:2 in Führung.

Nicht auf dem Toplevel

"Ich finde, er (Berrettini, Anm.) hat ein sehr gutes Match gespielt", analysierte Thiem. "Und ich war sicher nicht auf meinem Toplevel. Dann kommt so ein Ergebnis zustande." Es war sein erstes Bewerbsspiel seit dem verlorenen Finale bei den Londoner ATP Finals bzw. mehr als zehn Wochen. "Ich bin leider noch nie richtig gut gestartet nach einer langen Matchpause, das hat man heute gemerkt." Nun hoffe er, dass er es gegen Frankreich besser mache. "Es braucht ein paar Turniermatches."

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Das Training sei in Ordnung gewesen, auch die Trainingssätze seien okay gewesen. Um das zu zeigen, bekam er im Doppel noch eine weitere Chance, während die Doppelspezialisten Philipp Oswald und Tristan-Samuel Weissborn auf der Bank gelassen wurden. "Wir haben alle fünf die Meinung gehabt, dass wir die größten Chancen haben, wenn Dennis und Dominic spielen" erklärte Kapitän Wolfgang Thiem danach. Im Endeffekt war für Novak/Thiem gegen Berrettini/Fognini aber nicht viel drinnen.

Novak gab den Ton an

Im Auftakt-Einzel war das bei Novak anders gewesen. Auch wenn Fognini einen seiner lustloseren und schlechteren Tage hatte, nach Break-Rückstand zum 0:1 gab Österreichs Nummer zwei überzeugend den Ton an. Er nahm seinem Gegner die Aufschläge zum 1:1 und 3:1 ab, im zweiten Satz resultierten mehrere Breakbälle in einer 2:1-Führung des Niederösterreichers. "Ich war am Anfang sehr nervös", meinte Novak. "Aber ich habe wenig Blödsinn gemacht und ein sehr, sehr solides Match gespielt."

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Für das Besiegen eines Top-20-Spielers erhält Novak 65 Punkte. "Das ist gut, aber wichtiger ist, dass ich meine Trainingsleistung ins Match bringe." Novak hatte mit dem ersten Service eine Erfolgsquote von 71 Prozent und fabrizierte mit 13 gleich um 25 weniger unerzwungene Fehler als Fognini. Thiem hingegen kam auf eine Service-Quote von nur 62 Prozent, musste 22 Winner Berrettinis passieren lassen, dessen risikohaftes Spiel allerdings auch 30 unerzwungene Fehler brachte (Thiem: 22).

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