Eliud Kipchoge reveals plans to break two hour marathon record

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Sport

Rekordjagd: Marathon-Schallmauer soll in Wien fallen

Der Marathon soll am 12. Oktober auf der Prater Hauptallee stattfinden. Als Weltrekord wird dieser wohl nicht anerkannt.

06/27/2019, 12:59 PM

Im Oktober wird Wien Schauplatz eines möglicherweise historischen Sportspektakels: Weltrekordhalter Eliud Kipchoge wird voraussichtlich am 12. Oktober auf der Prater Hauptallee einen neuerlichen Versuch starten, die Zwei-Stunden-Schallmauer im Marathonlauf zu Fall zu bringen. Das wurde am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Vor zwei Jahren ist Kipchoge in Monza knapp gescheitert.

"Ich habe GĂ€nsehaut, ich gebe es offen und ehrlich zu", sagte Vienna-City-Marathon-Veranstalter Wolfgang Konrad, der mit seinem Team und internationalen Lauf-Experten das Ereignis organisiert. Das Projekt firmiert unter dem Namen "Ineos 1:59 Challenge".

Kipchoge selbst war bei der Pressekonferenz nicht dabei. Aber Valentijn Trouw aus seinem Management-Team, der berichtete, dass der LĂ€ufer ĂŒber die Strecke und ihre Gegebenheiten bereits informiert worden sei. Persönlich habe der LĂ€ufer sie noch nicht gesehen. Er kĂŒndigte weiters an, dass es rund 20 Tempomacher geben werde.

Acht mögliche Tage

In der Presseunterlage wird auch der 34-jĂ€hrige Kipchoge selbst zitiert: "Es ist unglaublich aufregend, eine weitere Chance zu bekommen, die Zwei-Stunden-Marke im Marathon zu unterbieten. Ich sage immer: 'No human is limited'. Ich weiß, dass es fĂŒr mich möglich ist, einen Marathon unter zwei Stunden zu laufen."

Wenn die Witterungsbedingungen passen, soll das Ereignis am 12. Oktober ĂŒber die BĂŒhne gehen, informierte Vienna-City-Marathon-Organisator Gerhard Wehr. Im Fall schlechten Wetters gibt es ein Acht-Tages-Zeitfenster bis 20. Oktober. Der Lauf wird auf einem 9,6 Kilometer langen Rundkurs ausgetragen. Im Zentrum steht die 4,3 Kilometer lange Hauptallee, die Kipchoge hin und zurĂŒck laufen wird. Am Ende der Geraden umrundet er das Lusthaus bzw. den Praterstern.

Nach der optimalen Strecke fĂŒr den Lauf-Versuch wurde europaweit gesucht, u.a. in London und Berlin. Wien bekam schließlich den Zuschlag. DafĂŒr habe es mehrere GrĂŒnde gegeben, hieß es heute. Bei der 4,3 Kilometer langen Hauptallee handelt es sich um einen gerade, flache, verkehrsfreie, von BĂ€umen gesĂ€umte Strecke. Die Wetterbedingungen im Oktober seien bestĂ€ndig, was ein Leistungs-Optimum ermögliche. Überdies sei die LuftqualitĂ€t im Prater gut. Weiters betrĂ€gt der Zeitunterschied zwischen Kenia, wo Kipchoge trainiert, und Österreich weniger als drei Stunden. Und letztendlich: Die Menschen können an die Strecke kommen und Kipchoge anfeuern.

Bereits einmal gescheitert

Und auch die Politik hat eine Rolle gespielt, dass das Spektakel in Wien und nicht in einer anderen Stadt stattfindet, wurde betont: BĂŒrgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hĂ€tte nĂ€mlich sofort seine UnterstĂŒtzung zugesagt. Der Stadtchef selbst hob die Vorteile des Events hervor: Dieses wĂŒrde u.a. einen Impuls geben und die Menschen zum Laufen animieren. Überdies seien die Bilder, die von dem Spektakel um die Welt gehen werden "kein Schaden", wies er auf die Werbemöglichkeit hin. Er, Ludwig, ist jedenfalls ĂŒberzeugt, dass Kipchoge das Ziel erreichen wird und kĂŒndigte an: "Ich werde sicher dort an der Strecke stehen."

UnterstĂŒtzt wird Kipchoge, der im September 2018 in Berlin den aktuell gĂŒltigen Weltrekord von 2:01:39 Stunden aufstellte, von dem britischen Chemieunternehmen Ineos. Daher trĂ€gt das Laufprojekt auch den Namen "Ineos 1:59". Der Kenianer versuchte schon einmal, die Zwei-Stunden-Grenze zu durchbrechen. Dies geschah 2017 unter dem Projektnamen "Breaking 2" auf dem Formel-1-Kurs in Monza, wo er mit 2:00:25 Stunden knapp scheiterte. Es war zwar die bisher schnellste Zeit ĂŒberhaupt, aber der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) erkannte sie nicht als Weltrekord an.

Auch bei dem Laufspektakel in Wien wird es in erster Linie darum gehen, die Schallmauer zu durchbrechen, so Konrad: "Über das mit dem Weltrekord kann man spĂ€ter diskutieren." Tom Grotty, Kommunikationsdirektor der Ineos-Gruppe, ist ebenso wie Ludwig guter Dinge, das Kipchoge dieses Mal sein Ziel erreicht: "Das Timing ist perfekt." Kipchoge sei in der besten Form seines Lebens.

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