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22.05.2018

Red Bull: Formel-1-Test für MotoGP-Weltmeister Marquez

Die beiden MotoGP-Stars Marquez und Pedrosa sowie Motocross-Legende Tony Cairoli dürfen einen Red-Bull-Boliden fahren.

Ausnahmsweise zwei Räder mehr: Red Bull gestattet dem MotoGP-Weltmeister und aktuellen WM-Führenden Marc Marquez, auf dem Red Bull Ring einen Formel-1-Boliden zu testen. Und der Spanier ist nicht alleine. Sein Landsmann und Teamkollege Dani Pedrosa sowie der neunfache Motocross-Weltmeister Tony Cairoli aus Italien werden auf der österreichischen Grand-Prix-Strecke ebenfalls ins Steuer greifen. Zum Einsatz kommt ein Rennwagen aus der V8-Ära - also vor dem Jahr 2014, getestet wird am 5. und 6. Juni.

Alle drei Piloten gehören zum Athletenkader von Red Bull. Brisant ist aber auch: Marquez und Pedrosa fahren in der MotoGP auf Honda-Motorrädern. In der Formel 1 ist das Red-Bull-Nachwuchsteam Toro Rosso seit dieser Saison mit Honda-Motoren unterwegs, auch beim großen Schwesterteam sollen die Japaner künftig die Aggregate liefern. Außerdem hat Marquez in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er sich einen Wechsel in die Formel 1 durchaus vorstellen könne.

Marquez und Pedrosa sind zudem nicht die ersten MotoGP-Stars, die sich am Steuer eines Formel-1-Boliden versuchen. 2016 durfte Jorge Lorenzo - ebenfalls von einem Energy-Drink-Hersteller, nämlich Red-Bull-Konkurrent Monster Energy, eingefädelt - bei Mercedes ins Cockpit des Weltmeister-Autos von 2014 klettern. Und MotoGP-Legende Valentino Rossi kam dereinst gar ernsthaft für ein Renncockpit bei Ferrari in Frage - er testete 2006 den Boliden von Michael Schumacher und Felipe Massa, entschied sich letztlich aber gegen einen Wechsel.