© REUTERS / Andrew Yates

Sport Motorsport
01/29/2019

Formel-1-Promoter üben Kritik an Liberty-Plänen

Vertreter von 16 Grand-Prix-Rennen trafen sich am Montag in London, um über die Zukunft des Sports zu beraten.

von Mathias Kainz

Am selben Tag, an dem Gerüchte über einen bevorstehenden erneuten Verkauf der Formel 1 durch Rechteinhaber Liberty Media für Aufregung sorgten, meldeten sich auch die Grand-Prix-Promoter von sechzehn WM-Rennen zu Wort. Und auch bei der FOPA (Formula One Promoters' Association) herrscht bestenfalls gedämpfter Optimismus, was die Zukunft der Königsklasse anbelangt.

Kritik üben die Veranstalter vor allem an der Entwicklung der TV-Rechte. "Es ist nicht im langfristigen Interesse des Sports, dass die Fans den kostenlosen Zugang zu Inhalten und Übertragungen verlieren", heißt es in dem am Montagabend veröffentlichten Statement.

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Die TV-Rechte sind seit Jahren ein Streitpunkt zwischen der Formula One Group - dem Rechteinhaber der Formel 1 - und dem Rest der Königsklasse. In Italien etwa führte der Umstieg von Free-TV zu Pay-TV zu einem dramatischen Rückgang der Zuschauerzahlen. Ab 2019 gibt es auch in Großbritannien keine kostenlose Live-Übertragung mehr, auch hier wird ein erheblicher Zuschauerschwund erwartet. Das Zuschauerwachstum in den neuen Märkten in Südostasien reicht knapp aus, um die Rückgänge in Europa zu decken, und die Pläne von Liberty, ein junges Publikum anzusprechen, gingen bisher nicht auf.

Für die FOPA ist außerdem die Kalenderplanung von Liberty Media ein wichtiger Aspekt, zumal die bereits angekündigten Rennen auf wenig Gegenliebe stoßen. "Neue Rennen sollten nicht zum Nachteil der schon existierenden Veranstaltungen eingeführt werden." Die jüngsten Pläne von Liberty sorgten für Unmut, so das geplante Rennen in Hanoi (Vietnam) oder die von Chase Carey kürzlich geäußerte Idee, ein zweites Rennen in China abzuhalten.

"Am Beginn einer neuen Saison dieses Sports, den wir für viele Jahrzehnte promotet haben, wünschen sich die Promoter einen mehr auf Zusammenarbeit ausgerichteten Zugang zur weiteren Entwicklung der Meisterschaft", schließt das Statement. Ob Liberty diesem Wunsch nachkommt, ist offen - vor allem angesichts der Gerüchte, dass ein Abschied des US-Konzerns von der Königsklasse bevorstehen soll.

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