© APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI

Herren
12/17/2018

Marcel Hirscher: "Ich war sehr knapp davor, aufzuhören"

Für den Jungvater ist jedes Rennen ein Bonus. Rennsportleiter Puelacher ortet eine "Zwei-Klassen-Gesellschaft".

War es nun der 61. Sieg in der Karriere von Marcel Hirscher? Oder gewann der Salzburger am Sonntag mit dem Riesentorlauf in Alta Badia schon zum 62. Mal? Diese Fragen bleiben vorerst ungeklärt, denn der Deutsche Skiverband (DSV) wird mit seiner Stellungnahme an die FIS um die Causa Stefan Luitz bis zum Ende der Frist am 26. Dezember warten. Dem 26-jährigen Allgäuer droht die Aberkennung seines Sieges von Beaver Creek, da er zwischen den Durchgängen Sauerstoff inhalierte. Dies ist laut der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erlaubt, laut FIS allerdings verboten. Nutznießer bei einer Disqualifikation wäre Marcel Hirscher.

Nach seinem 61. (oder 62.?) Sieg erinnerte der 29-Jährige an die großen Veränderungen im Sommer. Seit der Geburt seines Sohnes haben sich die Prioritäten noch einmal gewaltig verschoben. Im Gegensatz zu früher fahre er befreiter, mit mehr Risiko – und mehr Spaß. "Es geht darum, was man beim Skifahren für eine Message rüberbringt", sagt er und verwies dabei auf Bode Miller, der einmal Ähnliches gesagt habe. Hirscher sagt, er denke nicht an die Punktewertung, und es scheint, dass diese so oft schon getätigte Aussage diesmal sogar stimmt.

Knapp eine Stunde nach seinem sechsten Sieg beim Riesentorlauf-Klassiker gestand Hirscher: "Ich versuche halt, das Maximum rauszuholen. Ich war dann doch heuer sehr knapp davor, dass ich aufhöre. Darum ist jedes Rennen schon ein Plus."

Neue Dimensionen

2,53 Sekunden Vorsprung hatte er am Ende vor dem Zweiten Thomas Fanara aus Frankreich. Dies habe ihn selbst überrascht. So sehr, dass er von einem der besten Rennen in seiner Karriere sprach. "Es wird vielleicht ein Rennen sein, das ich mir öfter anschaue als manch taktisches Rennen", sagte Hirscher. "Ich glaube, es ist ein Rennen, auf das ich in fünf Jahren zurückschauen und mir denke: Hawidere!"

Drei Siege und ein zweiter Platz – noch nie ist er so gut in eine Saison gestartet. Hirschers Dominanz im Riesentorlauf hinterlässt Staunen. 18 Rennen nacheinander stand der Salzburger auf dem Podest. "Im Riesentorlauf haben wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Da gibt es den Marcel und dann den Rest der Welt", sagte Herren-Rennsportleiter Puelacher.

Manuel Feller hätte Hirscher auf der Gran Risa näherkommen können, doch der Fieberbrunner blieb nicht fehlerfrei. Als Viertem fehlten ihm nur drei Hundertstelsekunden auf das Podium.

Schon am Mittwoch wartet in Saalbach-Hinterglemm der nächste Riesentorlauf.

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