Sport
28.07.2018

Weißhaidinger mit starker EM-Probe in Andorf

Der 26-Jährige wirft 65,57 m. Susanne Walli verpasst das 400-m-EM-Limit um nur vier Hundertstel.

Österreichs Leichtathletik-Aushängeschild Lukas Weißhaidinger hat sich am Samstag in Andorf für die bevorstehende EM am 8. August in Berlin gut eingeworfen. Der 26-jährige Oberösterreicher probte seinen genauen EM-Ablauf und steigerte sich nach einem Fehlversuch bis zum sechsten Wurf auf 65,57 m. Der Diskuswerfer ist bei der EM die größte ÖLV-Medaillenhoffnung.

Ansonsten war beim vierten und letzten Meeting der Austria-Top-Meeting-Serie der Laufsport im Zentrum des Geschehens. Topstar aus internationaler Sicht war 200-m-Weltmeister Ramil Guliyev. Bei 0,7 m/s Gegenwind wurden die 100 m in 10,15 Sekunden eine Beute des Türken, der vor dem Österreicher Samuel Reindl (10,76) gewann. Auch die 200 m gewann Guliyev klar in 20,18 vor Markus Fuchs (ULC Mödling/21,28).

Knapp gescheitert

Über 400 m setzte sich Dominik Hufnagl in 47,45 Sekunden durch, er verpasste jedoch das EM-Limit (46,70) um eine dreiviertel Sekunde. Besonders knapp gescheitert ist hingegen sein ÖLV-Pendant bei den Frauen: Susanne Walli verpasste als Dritte über 400 m das EM-Limit in 53,44 Sekunden um nur vier Hundertstel. Die neue persönliche Bestleistung war ein schwacher Trost: "Das ist natürlich super, aber es ist schon bitter, so knapp am Limit vorbei zu sein. Aber ich muss zufrieden sein, ich bin ja noch nie so schnell gelaufen."

Die 100 m der Frauen gewann die für die EM qualifizierte Alexandra Toth (11,75), während sich über 200 m die Jamaikanerin Yanique Haye-Smith in 23,59 durchsetzte. Sie war damit knapp langsamer als das für Österreich nötige EM-Limit über diese Distanz (23,50). Die zweitplatzierte Toth verfehlte dieses klar in 24,32. Haye-Smith gewann auch den 400-m-Bewerb.

Die 100 m Hürden der Frauen gingen in 13,52 Sekunden an Verena Preiner vor ihren Mehrkampf-Kolleginnen Karin Strametz (13,53) und Ivona Dadic (13,65). Spezialistin Beate Schrott trat im Finale nicht an, im Vorkampf war sie 13,20 gelaufen.

Auch im Speerwurf gab es einen Sieg für eine Berlin-Teilnehmerin, Mehrkämpferin Sarah Lagger gewann mit neuer persönlicher Bestleistung von 49,26 m vor Staatsmeisterin Patricia Madl (46,73). Bei den Herren ging Platz eins an den Slowaken Patrik Zenuch (70,20 m), Zehnkämpfer Dominik Distelberger warf im EM-Test 54,38 Meter weit.