Warum Sturm in der Europa League Anleihen am ÖFB-Team nimmt
Stürmer Viktor Gyökeres.
Wenn es läuft, dann rennt auch vor dem Duell mit einem Topklub wie Sporting Lissabon der Schmäh. Als Christian Ilzer die Parole „Wir dürfen uns nichts sch ...“ ausgab, wartete der Sturm-Coach auf die Übersetzung des Dolmetschers. Als Christian Ilzer die Parole „Wir dürfen uns nichts sch ...“ ausgab, wartete der Sturm-Trainer auf die Übersetzung des Dolmetschers.
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Da der gemeine Österreicher nicht zwingend fließend Portugiesisch hört, fragte Ilzer wie auch der KURIER anschließend beim Dolmetscher nach. Die Antwort: „Das kann man nicht genau übersetzen. Zumindest würde dies dann einen ganz anderen Sinn ergeben.“ Gut, so genau wollte es dann doch keiner wissen.
Was Ilzer weiß, ist, dass seine Spieler am Donnerstag im ersten Gruppenspiel gegen Sporting (21 Uhr) in „jeder Hinsicht auf einem Toplevel auftreten müssen.“ Kurz: „Schnell im Umschaltspiel, aggressiv gegen den Ball arbeiten und Lösungen im Ballbesitz finden.“ Auch Standards könnten dieses Spiel entscheiden.
Klarer Favorit
Eines ist Ilzer freilich klar: „Sporting ist in der klaren Favoritenrolle. Sie sind eigentlich Dauergast in der Champions League, ich bin gespannt, ob die Hymne der Europa League ungewohnt für sie sein wird.“ Mit dem alten Lied, dass die Großen die Kleinen oft unterschätzen, beschäftigt sich Sturms Erfolgstrainer erst gar nicht. „Sie werden top auf uns eingestellt sein.“
Mit dem siebenfachen portugiesischen Meister (zuletzt 1982) beschäftigte sich Sturm sehr wohl, auch, wenn man keinen Angestellten jetzt zur Beobachtung entsandte. „Sie sind enorm kompakt und spielstark und haben mit dem Schweden Viktor Gyökeres einen modernen Stürmer, der schnell und ballsicher agiert“, sagt Ilzer. Wie man ihn entschärft, davon kann sich Ilzer Anleihen an der Nationalmannschaft nehmen. „Die haben es in Schweden sehr gut gemacht.“
Einer der Verteidiger, die mithelfen sollen, es dem Team gleichzumachen, ist Jusuf Gazibegovic. Der Bosnier brennt auf das Spiel. „Wir haben uns in den letzten beiden Jahren auch international enorm entwickelt. Und hätten im Vorjahr schon Gruppensieger werden können“, erinnert Gazibegovic.
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