Vorteil Europa: Das letzte Aufgebot von Rapid siegt bei WSG Tirol

Vorteil Europa: Das letzte Aufgebot von Rapid siegt bei WSG Tirol
Das stark geschwächte Team von Ferdinand Feldhofer gewann das Hinspiel um einen Europacup-Startplatz mit 2:1. Ein Rapid-Elfer wurde vom VAR übersehen.

Während die WSG die Erfolgself vom 2:1 gegen den LASK aufbieten konnte, musste Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer den  nächsten Startelfdebütanten hervorzaubern: Pascal Fallmann, der 18-jährige Sohn von Amstetten-Trainer Jochen Fallmann, verteidigte rechts.

Bei Thorsten Schick wird (ebenso wie bei Yusuf Demir) noch auf eine Genesung bis zum Play-off-Rückspiel am Sonntag gehofft. Da gilt – ein letztes Mal – die Auswärtstorregel.

Rapid hatte mit dem letzten Aufgebot einen starken Start. Nach einem Ballgewinn von Robert Ljubicic war Marco Grüll frei und  traf ins Eck – 0:1 (10.).

Vor dem 0:2 war es Jonas Auer, der den Ball eroberte. Der Linksfuß machte es selbst, nach zwei Haken traf auch der U-21-Teamspieler ins Eck (13.). Nach einer Auer-Flanke war das 0:3 nahe, aber Bernhard Zimmermann verfehlte per Kopf (22.).

Gute Unterhaltung

Die WSG kam mit der ersten Chance zurück ins unterhaltsame Spiel. Giacomo Vrioni – ausgerechnet der Goalgetter – wurde von den Innenverteidigern vergessen.  Fallmann wollte noch retten, kam aber nicht in den Zweikampf. Der Albaner vollendete stark und hat mit dem 1:2 in der Torschützenliste  den künftigen Dortmunder Adeyemi eingeholt (27.).

Absurd wurde es in Minute 30: Grüll ließ den Ball an Ferdinand Oswald vorbeilaufen und wurde vom Tormann getroffen. Weder Schiedsrichter Gishamer, noch VAR Kijas  – mit dem die Rapidler schon öfters gehadert hatten – sahen ein Elfmeter-Foul. „Dass wir dafür überhaupt einen VAR brauchen, ist unglaublich. Das muss der Schiedsrichter pfeifen“, schimpfte Feldhofer.

Gishamer gestand den Fehler später auf Sky ein. VAR Österreich stellte auf Twitter klar, dass auf den Fehler des Referees auch einer von VAR Kijas und seinem Assistenten folgte.

Brüche bei Hofmann

Knapp vor der Pause schwächten sich die Rapidler selbst. Tormann  Gartler traf  Hofmann mit dem Knie, der Kapitän verletzte sich dabei schwer, musste mit einem Jochbein-, Kiefer- und Augenhöhlenbruch ausgewechselt werden. Der 28-Jährige wird länger ausfallen und auch operiert werden müssen. Leo Querfeld, 18, kam. In der sechsten Minute der Nachspielzeit gab es durch Zan Rogelj die erste vergebene WSG-Chance.

0:1 Grüll (10.), 0:2 Auer (13.), 1:2 Vrioni (27.).

WSG (3-5-2): Oswald; Koch (88. Ranacher), Behounek, Stumberger; Rogelj (72. Bacher), Müller (58. Ogrinec), Ertlthaler (58. Skrbo), Blume, Schulz;  Sabitzer (74. Prica), Vrioni.     

Rapid (3-4-1-2): Gartler; Hofmann (45.+5 Querfeld), Wimmer, Moormann; Fallmann,  R. Ljubicic (75. Bosnjak), Aiwu, Auer; Knasmüllner (Kitagawa); Grüll (75. Oswald), Zimmermann (61. Binder).     

Gelb-Rot: Schulz (89./Foul).

Gelb: Prica; Hofmann, Wimmer, Bosnjak 

Tivoli, 5.800, SR Gishamer.

Das „Tor des Jahres“ verfehlte Vrioni aus der eigenen Hälfte knapp (53.). Die Rapidler versuchten, die heuer eklatanten Probleme im Finish mit einer ruhigeren Spielweise auszugleichen.

Neben weiteren Rapid-II-Spielern kam noch Koya Kitagawa. Der Joker vergab (78.). Auch die Tiroler wirkten müde, trotz der ungewöhnlich guten Stimmung am Tivoli. Kofi Schulz sah Gelb-Rot (89.), Rapid verteidigte den 2:1-Sieg.

Für eine bessere Zukunft hat Rapid die erste Neuverpflichtung mit Ablöse getätigt. Nach den ablösefreien Mittelfeldspielern Kerschbaum und Greil kommt ein trickreicher Flügelstürmer: der 22-jährige Nicolas Kühn.

Wie vom KURIER berichtet, konnte der von den Bayern an Aue verliehene frühere deutsche Nachwuchsteamspieler Sportchef Barisic bei dessen Scoutingtour vor Ort überzeugen – das beweist auch der Vertrag bis 2026. Der Linksfuß, der am liebsten rechts angreift, soll knapp unter einer halben Million Euro Ablöse kosten.

Chance auf Burgstaller

Weil St. Pauli Guido Burgstaller (er möchte Richtung Heimat und Familie wechseln) nur ungern (also teurer) zu Ligakonkurrent Nürnberg ziehen lassen will, gibt es wie berichtet auch Chancen auf eine Rückkehr des Stürmers.

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