Sport | Fußball
07.10.2018

Trotz leichter Entwarnung: Alaba sagte ÖFB-Team ab

Der Bayern-Star erlitt einen Muskelfaserriss im Oberschenkel. Am Oktoberfest zeigte er sich erstmals offiziell mit seiner Freundin.

Das Ende der Schmach blieb David Alaba erspart. Als Patrick Hermann in der 88. Minute das 3:0 für Mönchengladbach erzielte, stand der österreichische Teamspieler schon gar nicht mehr auf dem Feld. Mit schmerzverzerrtem Gesicht war der 26-Jährige nach knapp einer Stunde vom Rasen gehumpelt.

Die erste Befürchtung von Bayern-Coach Niko Kovac („jetzt haben wir den nächsten Verletzten, der länger ausfällt“), sollte sich bewahrheiten: David Alaba zog sich im rechten hinteren Oberschenkel einen kleinen Muskelfaserriss zu und muss eine zweiwöchige Pause einlegen. Damit fehlt er auch in den beiden Länderspielen am Freitag in der Nations League gegen Nordirland sowie in Dänemark (16. Oktober). „Er wird in den kommenden Tagen definitiv nicht trainieren können“, weiß Teamchef Franco Foda, der am Sonntag Abend an seiner Stelle Ajax-Spieler Maximilian Wöber nachnominierte.

Der Ausfall trifft den Deutschen schwer, zumal der österreichische Teamchef aktuell noch einige andere Sorgenkinder in seinem Kader hat. Marko Arnautovic wird schon seit Wochen von Knieprobleme geplagt und „kann nicht regelmäßig trainieren“, wie Foda weiß. Und Abwehrchef Sebastian Prödl, bisher eine fixe Größe in der Ära Foda, hat für Watford erst ein Saisonspiel absolviert.

Erste Bayern-Krise

Verglichen mit Niko Kovac steht Franco Foda freilich immer noch gut da. Bereits nach wenigen Monaten im Amt muss der neue Bayern-Coach seine erste kleine Krise managen. Vor wenigen Wochen war Niko Kovac nach dem Auftakt nach Maß (sieben Siege in Folge) noch gefeiert und gelobt worden, nach vier sieglosen Partien sieht sich der Kroate nun mit Gegenwind konfrontiert. Der Rückstand auf den ungeschlagenen Tabellenführer Borussia Dortmund beträgt bereits vier Zähler. „Ich kenne die Mechanismen im Fußball und in der Bundesliga. Ich weiß, dass die Zeit bei Bayern München anders läuft“, erklärte Kovac, der am Sonntag mit seiner Mannschaft den obligaten jährlichen Besuch auf der Wiesn absolvierte.

Für etwas Klatsch-Faktor sorgte David Alaba: Zum ersten Mal begleitete ihn ganz offiziell seine Freundin Shalimar Heppner - Tochter des Nobelkochs Frank Heppner.

Es wäre freilich zu billig, die Schuld am Negativlauf nur dem neuen Trainer in die Schuhe zu schieben. Es rächt sich gerade auch, dass der deutsche Rekordmeister im Sommer auf dem Transfermarkt sehr zurückhaltend agiert hat. Die Personaldecke ist wegen einiger Langzeitverletzten dünn, die Oldies Ribéry und Robben werden nicht jünger, dazu offenbart die Defensive immer wieder Mängel. „Ich habe ja die Zustimmung bei den ersten sieben Spielen gehabt, jetzt nach den vier Spielen gehe ich auch davon aus“, sagte Kovac . Es folgte ein entscheidender Zusatz: „Aber ich bin nicht derjenige, der letzten Endes diese Frage beantworten kann.“

Mit einem (kleinen) Erfolgserlebnis kommt Aleksandar Dragovic zum Team: Zwar reichte es für Bayer Leverkusen in Freiburg nur zu einem Remis, aber die Abwehr rund um den Wiener blieb beim 0:0 ohne einen Gegentreffer.

Erster Trainerwechsel

Beim ersten Bundesligaverein wurde derweil die Reißleine gezogen. Der VfB Stuttgart trennte sich nach der 1:3-Niederlage in Hannover und dem Absturz auf den letzten Rang von Tayfun Korkut. „Wir sind Tabellenletzter. Fünf Punkte nach sieben Spielen. Wenn du das fortsetzt, dann steigst du ab“, begründete Stuttgart-Manager Michael Reschke den Rauswurf.