Liga-Spitze und Europacup-Jubel: Warum Sturm derzeit so erfolgreich ist
Szymon Wlodarczyk feiert den Ausgleich gegen Bergamo
Das 2:2 gegen Atalanta Bergamo gab zwar den ersten Punkteverlust im Oktober, dennoch kann das Remis als kleines Wunder bezeichnet werden. Weil man nach der falschen Gelb-roten für Kapitän Stefan Hierländer ab der 58. Minute in Unterzahl spielte. In der Liga haben die Steirer vor dem Heimspiel gegen die Austria am Sonntag bereits vier Punkte Vorsprung. Warum es derzeit gar so gut funktioniert?
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- Der Kader
Gegen Atalanta war beeindruckend, wie erstklassig die zweite Garde auftrat. Die Wechselspieler trumpften auf. Szymon Wlodarczyk erzielte aus einem Elfer den Ausgleich, Java Serrano verteidigte mit Kampf und Herz das Zentrum, Dimitri Lavalee strahlte Ruhe aus, zeigte seine Klasse.
"Es ist wichtig, bei diesen vielen Spielen, einem großen Kader vertrauen zu können", sagt Trainer Christian Ilzer. Sportchef Andreas Schicker gelang es mit dem Scouting-Team nicht nur, Spitze in der Spitze, sondern auch Spitze in der Breite bzw. Breite in der Spitze zu haben. Spitze!
Affengruber (rechts) im Luftkampf gegen Muriel
- Der Zusammenhalt
Klar, vereint der Erfolg. Jedoch selbst in der Meistersaison 2010/2011 gab es Spieler, die mit Erfolgstrainer Franco Foda nicht konnten. Ein Jahr darauf zerbrach das Werkl. Dass es dieses Mal länger hält, dafür soll und wird wohl das eingespielte Steirer-Triumvirat Präsident Christian Jauk, Sportchef Schicker, Trainer Ilzer sorgen. Der Zusammenhalt ist groß, das steirische "Mir san mir"-Gefühl lebt.
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- Die Fans
Wie die Sporting-Spitze lobte auch Atalantas Coach Gian Piero Gasperino den Sturm-Anhang. "Man merkt, dass hier etwas weitergeht. Die Stimmung ist sensationell".
- Der Fokus
Die Grazer spielen seit Jahren auf einem guten Level, nur jetzt können sie dies immer länger halten. Gegen Atalanta wurden die Vorgaben von Ilzer, der kürzlich zum Trainer des Jahres in Österreich gewählt wurde, über die gesamte Spielzeit erfüllt. Lange konnte man das Tempo nicht durchhalten, wie auch im ersten Gruppenspiel der Europa League gegen Sporting, als man eine 1:0-Führung verspielte.
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