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Sport Fußball
04/28/2019

St. Pölten will der Austria die letzte Hoffnung rauben

Meistergruppe: Für die Wiener ist ein Sieg Pflicht. Der SKN könnte der Austria um sechs Punkte davonziehen.

von Alexander Strecha, Alexander Huber

Während die Austria vor der Doppelrunde gegen den SKN mit sechs Punkten plante, wurde in St. Pölten auf vier Zähler gehofft. Nach dem 2:2 in Wien kann heute (14.30 Uhr) nur noch die Rechnung des Überraschungsteams aufgehen.

Tatsächlich wäre mit einem Heimsieg der Vorsprung auf sechs Punkte verdoppelt. Vier Runden vor Schluss wäre für den SKN die Teilnahme am neuen Europacup-Play-off beinahe fixiert. Und die Austria müsste sogar um das Minimalziel zittern. Deswegen ist der erste Sieg unter Trainer Robert Ibertsberger (im siebenten Versuch) Pflicht. Wie konnte es so weit kommen?

Fakt ist, dass sich kaum ein Spieler diese Saison verbessert hat, vor allem die Neuen nicht. Sportdirektor Ralf Muhr: „Warum passiert es bei der Austria so oft, dass Spieler nicht besser werden? Dem versuchen wir auf den Grund zu gehen.“ Eine individuelle wie kollektive Verbesserung fällt in den Aufgabenbereich des Trainerteams.

Aber es liegt auch an den Spielern. Muhr: „Das ist zu 100 Prozent so.“ Einige vermitteln den Eindruck, dass sie sich mit einem Transfer zur Austria zufrieden geben und zurücklehnen. „Wir bieten den Spielern Top-Bedingungen, die müssen auch genützt werden.“ So statten nicht alle der modernen Kraftkammer regelmäßige Besuche ab, um individuell an Defiziten zu arbeiten.

Aber auch Sportdirektor Muhr, Ex-Trainer Letsch und Vorstand Kraetschmer müssen sich den Misserfolg an ihre Fahnen heften: Im vergangenen Sommer wurde der Kader kräftig umgekrempelt – kein Spieler schlug wirklich ein.

SKN-Trainer Ranko Popovic kann gegen den Lieblingsgegner – 14 Punkte gegen die Austria seit dem Aufstieg sind der Bestwert – auf die zuletzt gesperrten Gartler und Rasner zurückgreifen. Popovic wird rotieren und meint: „Es ist kein Zufall, dass wir gegen LASK, Salzburg und Austria ungeschlagen geblieben sind. Wir haben hart dafür gearbeitet.“

Zur explosiven Lage beim Gegner meint Popovic: „Okay, die Austria hat Probleme mit den Fans – aber wir haben sie mit dem Kader.“ Immer noch fünf Stammspieler sind (teils schwer) verletzt.

Erster Meisterball

Früher als mit der Ligareform samt Punkteteilung eigentlich geplant, könnte Salzburg heute (14.30 Uhr) mit einem Sieg beim WAC den 13. Titel in der Klubgeschichte, den 10. in der Ära Red Bull und den sechsten in Serie fixieren: nämlich schon in Runde 28. Denn dann würde der Vorsprung auf den LASK (um 17 Uhr bei Sturm) vier Runden vor Schluss zwar nur zwölf Punkte betragen. Aber weil nach dem Grunddurchgang nur bei Salzburg abgerundet wurde, wird der LASK bei Punktegleichheit auf jeden Fall nachgereiht.

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