Sensation in Atlanta: WM-Debütant holt Remis gegen Spanien
Teufelskerl Vozinha: Der Goalie der Kap Verde trieb die Spanier zur Verzweiflung – er war der Mann des Spiels.
Nein, für die Fisch’ war das ganz und gar nicht, was die blauen Haie, wie die Inselkicker von Kap Verde genannt werden, den Spaniern entgegenhielten. Im Gegenteil: Die WM-Debütanten sorgten mit dem 0:0 für die bisher größte Sensation im Rahmen dieser Weltmeisterschaft. Die Furia Roja (rote Furie) spielte in Atlanta zwar 90 Minuten auf ein Tor, zerbrach aber am Abwehrbollwerk der Inselkicker und vor allem am überragenden Goalie Vozinha.
Kaum zwingende Chancen für Spanien
Das 4-5-1-System der Afrikaner, die tief verteidigten, zahlte sich aus, der Weltmeister von 2010 dominierte zwar das Geschehen, kam aber kaum zu zwingenden Chancen. Die einzige flüssige Aktion gab es zunächst in der 25. Minute – da gab es die Hydration Break (nicht nur die Fans dürfen trinken).
Kurz vor der Pause ging es aber rund im Strafraum der Kap Verde. Da traf Ferran Torres die Latte. Dann klärte der starke Schlussmann Vozinha, der sein Geld in Portugal verdient, vor Ferran Torres und Laporte.
Auch Yamal konnte Kap Verde nicht knacken
Auch nach der Pause entwickelt sich etwas, das die Deutschen „Einbahnstraßenfußball“ nennen. Man könnte aber auch Geduldsspiel dazu sagen: Angriffe, Corner, etc. gab es im Minutentakt.
Nach 71 Minuten kam er doch – Superstar Yamal. Der beste Mann auf dem Platz blieb aber Vozinha. Die Spanier wurden langsam nervös, stürmten mit allen Männern, einzig Goalie Unai Simon blieb in der eigenen Hälfte, in der sich Einsamkeit und Langeweile breitmachte.
Lamine Yamal und Co. fanden kaum Lösungen gegen die tiefstehende Abwehr der Kap Verde
Aber Zwingendes war nicht dabei, die Spanier kamen gar nicht mehr dazu, richtig Pech im Abschluss zu haben. Kurz vor Ende hatte Pina sogar die Chance auf einen Sensationssieg. Die Helden von Kap Verde begingen im Spiel nur ein einziges Foul - das gab es noch nie.
Gegen Saudi-Arabien sollte am 21. Juni ein Sieg her. Nun halten die Spanier einen eigenen Negativ-Rekord. Inklusive 2022 hält man bei vier sieglosen WM-Spielen. Aber aufgepasst: 2010 verloren die Spanier ihr erstes Match 0:1 gegen die Schweiz - und waren wenige Wochen später Weltmeister.
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