"Zug höchstwahrscheinlich abgefahren" - Neusiedl adé?
Von Fabio Tartarotti
Mit der dritten Niederlage in Serie scheint das Schicksal des SC Neusiedl am See besiegelt. Nach zwölf Spielzeiten in der Regionalliga Ost dürfte der Abstieg in die Burgenlandliga wohl nicht mehr abzuwenden sein, zumindest nimmt das der Verein selbst so wahr. „Der Zug ist höchstwahrscheinlich abgefahren“ meinte Trainer und sportlicher Leiter Günter Gabriel nach der herben 1:5-Heimniederlage gegen Tabellenführer SV Gloggnitz.
Die personell stark geschwächten Neusiedler sind zwar nach Adam Riese noch nicht endgültig eliminiert, müssen aber Fortuna gnädig stimmen um den Klassenerhalt zu stemmen. Die Gründe für die Niederlage und die aktuelle Situation sind vielseitig, Gabriel thematisiert unter anderem finanzielle Aspekte: „Wir konkurrieren mit manchen Vereinen die ein Budget haben, das wahrscheinlich doppelt so hoch ist wie unseres.“ Das wiederum wirke sich auf den Kader aus. „Irgendwann wird das dann zu einer Frage der Qualität. Gloggnitz stellt drei ehemalige Bundesligisten auf den Platz, wir wechseln Siebzehnjährige ein.“
Ob sich der burgenländische Traditionsklub noch stabilisieren kann, liegt in den Händen der Mannschaft und des Trainers. In den kommenden Runden warten mit Retz, Mauer, dem FavAC und dem Wiener Sport-Club allesamt direkte Konkurrenten im Abstiegskampf.
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