Sport | Fußball
05.04.2018

Salzburg: "Wir sind bereit für Lazio"

Salzburg geht mit großem Optimismus in das heutige Viertelfinal-Hinspiel bei den Römern.

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist schon jetzt perfekt, doch Salzburg will mehr. Im Viertelfinal-Hinspiel der Europa-League bei Lazio (21.05 Uhr/live Puls 4, Sky) liebäugeln die „Bullen“ mit der nächsten Überraschung. Wer Dortmund eliminiert, muss sich wohl auch vor den Römern nicht fürchten. „Wir sind bereit für Lazio“, meinte Duje Caleta-Car.

Die Vorzeichen sind jedenfalls gut. Erfolgscoach Marco Rose, der seine Serie von 35 Partien ohne Niederlage ausbauen könnte, kann fast auf den gesamten Kader zurückgreifen. Nur Hwang muss wegen einer Gelbsperre passen, Yabo ist krank.

Warum sollte es gegen den Fünften der Serie A nicht gelingen, als erster österreichischer Klub seit Rapid 1996 (Cup der Cupsieger) ein Halbfinale im Europacup zu erreichen? „Wir haben auch diesmal wieder das Gefühl, dass wir etwas bewegen können“, sagte Rose. „Wir haben schon gezeigt, dass wir gegen große Gegner bestehen können“, sagte auch Innenverteidiger Ramalho.

Favoritenrolle abgeschoben

Bei allem Optimismus scheint freilich allen Beteiligten klar, dass man als Außenseiter ins Olympiastadion kommt. „Man muss die Kirche im Dorf lassen, Lazio ist Favorit. Wir brauchen megasuper Tage, 90 Prozent wird zu wenig sein“, betonte Tormann Alexander Walke, der vor seinem 200. Pflichtspiel für Salzburg steht.

Das Duell mit den Römern könne man in keinem Fall mit den ersten beiden K.o.-Duellen gegen Sociedad und Dortmund vergleichen. „Das werden andere Spiele“, prognostizierte Rose. „Sie spielen taktisch äußerst diszipliniert und arbeiten als Team gut gegen den Ball. Aber sie verfügen auch über große individuelle Qualität.“

Adaptionen seien notwendig. „Wir müssen verantwortungsvoller mit eigenem Ballbesitz umgehen, gegen eine Mannschaft, die sehr gut umschaltet. Wir werden weniger ins ständige Umschalten kommen“, erklärte der 41-Jährige. „Es ist eine große Herausforderung, die für uns der nächste Entwicklungsschritt sein könnte.“