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Bundesliga
09/01/2019

Salzburg-Coach Marsch: "Dieses Team hat viele Möglichkeiten"

Der US-Coach schwärmte nach dem 5:1-Sieg gegen Aufsteiger WSG Tirol von der Mentalität seiner Spieler.

von Christoph Geiler

Als die Salzburger Spieler nach dem 5:1-Erfolg gegen Aufsteiger WSG Tirol in die Kabinen gingen, wurde nicht nur gejubelt und gelacht. Vielmehr zeigten sich die Gewinner selbstkritisch und teilweise sogar richtig unzufrieden. Einhelliger Tenor: Der Meister hätte am Tivoli mehr Tore erzielen müssen.

Das sagt einiges aus über den Charakter dieser aktuellen Salzburger Mannschaft. Da sind Spieler am Werk, denen der Erfolgshunger in jeder Minute anzusehen ist und die auch nach einer komfortablen Führung keinen Gang zurück schalten wollen. Das erklärt die vielen Kantersiege und das beeindruckende Torverhältnis von +23 nach erst sechs gespielten Runden.

Nicht umsonst schwärmte Salzburg-Coach Jesse Marsch in Innsbruck von der "Mentalität" seiner Spieler. "Wir haben eine super Mannschaft. Die Spieler sind nie zufrieden", lobte der US-Amerikaner, der sich auch um die Harmonie innerhalb des Teams bemüht. Das ist der Grund, weshalb er immer wieder neuen Spielern das Vertrauen schenkt und taktische Experimente eingeht, wie zum Beispiel am Tivoli mit der Dreierkette.

"Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Spieler zufrieden sind. Das ist wichtig für die Zukunft, wenn wir ab September dann durch die Champions League mehr Partien haben." Und wenn dann ein großer, ausgewogener Kader noch wichtiger ist als in der Meisterschaft.

Marsch registrierte deshalb mit Genugtuung, dass sich beim 5:1 gegen WSG Tirol fünf verschiedene Spieler in die Schützenliste eintragen konnten. Ein Beweis für die Unberechenbarkeit des Serienmeisters, der plötzlich auch bei Standardsituationen eine extreme Torgefahr ausstrahlt. Gegen die Wattener waren die Salzburger drei Mal aus bzw. nach ruhenden Bällen erfolgreich. "Mir sind die Standardsituationen extrem wichtig", erklärt Jesse Marsch.

Sprach's, um dann vor der Abreise aus Innsbruck noch eine letzte Lobeshymne auf seine Spieler anzustimmen. "Dieses Vollgasgeben der Mannschaft ist top. Dieses Team hat viele, viele Möglichkeiten."