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29.07.2018

Rapid siegt in der Südstadt, die Neulinge glänzen

Nach einem 3:0-Sieg bei der Admira ist Rapid nach dem ersten Bundesliga-Spieltag Tabellenführer.

Dieser Liga-Start kann unter perfekt verbucht werden: Rapid siegt souverän bei der Admira, Trainer Goran Djuricin hat nach drei Niederlagen in der Südstadt auch im letzten Bundesliga-Stadion ein Erfolgserlebnis geschafft und die Hütteldorfer können erstmals seit 2004 (5:1 in Bregenz) mit einem Auswärtssieg Werbung für das erste Heimspiel als erster Tabellenführer machen.

Die Neuen gefielen beim 3:0: Christoph Knasmüllner war mit zwei frühen Assists der bestimmende Mann, Andrei Ivan traf und auch Rückkehrer Deni Alar, Mateo Barac sowie Marvin Potzmann spielten gefällig.

Lange Schlangen

Grün zieht: Trotz enormer Hitze hatten sich vor Anpfiff lange Schlangen an den Kassen gebildet. Die letzten der insgesamt 5200 Zuschauer kamen erst beim ersten Torjubel in die BSFZ-Arena.

Rapid hatte vom Beginn an den Ball gewollt und von der passiven Admira auch meist bekommen. In Minute 6 spielte Thomas Murg zuerst einen Doppelpass mit Christoph Knasmüllner und dann mit zwei Admiranern. Sowohl Milos Spasic als auch Willi Vorsager fälschten zum 0:1 ab. Die zweite Auflage der Variante MurgKnasmüllnerMurg brachte beinahe das 0:2 (18.).

Die Konfusion in der Südstädter Abwehr hatte nicht nur mit den Abgängen und dem Katastrophenstart (0:1 in Neusiedl, 0:3 in Sofia) zu tun. Beim Aufwärmen hatte sich auch noch der neue Abwehrchef Bjarne Thölke verletzt. Jonathan Scherzer musste kurzfristig im Zentrum einspringen. Zur Pause wurde der Linksverteidiger erlöst, Stürmer Sinan Bakis sollte noch retten, was nicht mehr zu retten war.

Erzwungene Umstellungen

Unabhängig davon musste Trainer Ernst Baumeister nach dem Europacup-Debakel auf fünf Positionen umstellen, schuld war ein Magen-Darm-Virus.

Rapid dominierte nach Belieben, meist über links. Das könnte am Schatten vor der Haupttribüne gelegen sein, ganz sicher war die Spielfreude von Boli Bolingoli und seinem neuen Vordermann Andrei Ivan ein Grund.

Nach einem (schon wieder) Doppelpass wurde Knasmüllner gesucht und der Ex-Admiraner spielte wieder direkt den tödlichen Pass. Ivan schoss rechtzeitig vor der Trinkpause sein erstes Liga-Tor und feierte so, dass nicht nur die Rapid-Fans, sondern auch die Fotografen diese Saison viel Freude haben könnten: Mit einem perfekten Salto – 0:2 (23.).

Kalte Dusche

Neuzugang Marco Sahanek (defensiv überfordert) sorgte für den einzigen gefährlichen Schuss der Admira (27.). Die Vorentscheidung legte ein Admiraner auf: Abwehrtalent Emanuel Aiwu, vor Anpfiff noch als Teil der meisterlichen U-18 geehrt, patzte. Boli Bolingoli war zur Stelle – 0:3 (44.).

In der Pause bekamen die Rapid-Fans im Sektor per Gartenschlauch die gewünschte kalte Dusche, danach erfüllte Rapid nur noch die Pflicht. Bakis hatte die erste gute Chance, Richard Strebinger rettete (56.). Bei der größten Möglichkeit auf das 4:0 brach Joker Veton Berisha durch, übersah allein vor Leitner den mitgelaufenen Murg und scheiterte (69.).