Vor dem Derby: Warum ausgerechnet Horn für Rapid nicht zu ersetzen ist

Trainer Hoff Thorup hätte beinahe beim Militär Karriere gemacht. Im Derby baut der Däne wieder auf Jannes Horn. Der linke Verteidiger ist bei Rapid nicht zu ersetzen.
Jannes Horn jubelt mit Bolla für Rapid

Johannes Hoff Thorup präsentiert sich bisher als äußerst strukturierter, stets disziplinierter und teils auch strenger Trainer.

So gesehen hätte die ursprüngliche Berufswahl des 37-Jährigen durchaus zum aktuellen Rapid-Chefcoach gepasst: Der Däne wollte nach seinen ersten Monaten beim Heer eine militärische Laufbahn einschlagen.

Bis ein Brief der eigenen Großmutter beim damaligen Teenager landete: Oma Hoff Thorup bot eine beträchtliche Summe, wenn der Enkel dem Militär absagen und das mit seiner Unterschrift für immer versprechen würde. Und so kam es auch, wie Hoff Thorup im Rapid-Podcast „Vereinhören“ verriet.

Rapid-Trainer Hoff Thorup

Rapid-Trainer Hoff Thorup bei der Arbeit

Austria statt Grönland im Fokus 

Wenig später startete die Karriere als Nachwuchstrainer. Vor dem Wiener Derby am Sonntag sagt Hoff Thorup: „Es lag an der Oma. Sonst wäre ich jetzt beim Militär und müsste mich mit dem Schutz von Grönland beschäftigen, nicht mit unseren Ideen gegen die Austria.“

Bei der Vorbereitung auf sein zweites Derby sieht der Rapid-Trainer große Unterschiede zum 0:2 bei der Premiere im Februar: „Damals waren wir weder mit Ball noch dagegen gut genug. Seither sind wir viel klarer geworden in unserem Auftritt.“

Als Schlüsselmomente sieht Hoff Thorup den ersten Sieg (gegen WAC) und die zweite Hälfte beim 1:0 in Salzburg: „Das war wie ein Boost.“

FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA/ 22. RUNDE: SK RAPID - RED BULL SALZBURG

Linker Schlüsselspieler

Es ist kein Zufall, dass bei beiden Siegen Jannes Horn auf dem Feld stand. Nach dem Abschied von Ex-Trainer Stöger laborierte der linke Verteidiger an einer Knieverletzung und verpasste deshalb auch den (Fehl-)Start von Hoff Thorup.

Mit dem Deutschen am Feld gab es danach vier Siege und das 1:1 in Altach: „Für Trainer ist es am besten, zu wissen, was man bekommen wird – so wie bei Jannes: Er spielt konstant auf hohem Niveau.“

Der Gelobte verrät, dass seine Konstanz auch am nächsten Umfeld liegt: „Wir fühlen uns seit dem ersten Tag an sehr wohl bei Rapid und in Wien. Für meine Performance ist es sehr wichtig, dass es der Familie gut geht.

Kein Ersatz für Horn gefunden 

Alle Versuche, den 29-Jährigen zu ersetzen, sind bisher schiefgegangen. So war es beim 0:2 in Favoriten und auch bei der Sperre von Horn gegen Sturm, als Ahoussou und Gulliksen die linke Seite kontrollieren sollten. „Mir ist schon aufgefallen, dass ich mit unserem Trainer noch kein Spiel verloren habe. So soll es im Derby bleiben“, sagt der Routinier.

Horn berichtet von einer überzeugenden Trainingswoche: „Das Sturm-Spiel bringt uns nicht aus dem Konzept. Selbstvertrauen und Leichtigkeit sind in jeder Einheit zu spüren. Unsere Abläufe sind mittlerweile viel klarer.“

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